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Ukraine-Krise: Soldaten brüsten sich mit Abschuss russischer Drohne

Ukrainische Truppen brüsten sich mit dem Abschuss einer russischen High-Tech-Drohne des Typs "Forpost". Ob die in den sozialen Netzwerken geposteten Fotos echt sind, ist weiterhin umstritten.

Ein ukrainischer Soldat der Einheit "Dnepr-1" posiert neben den Trümmern einer russischen Drohne des Typs "Forpost"

Ein ukrainischer Soldat der Einheit "Dnepr-1" posiert neben den Trümmern einer russischen Drohne des Typs "Forpost"

Auf ihren Profilseiten sozialer Netzwerke wie zum Beispiel der russischsprachigen Seite "vkontakte" behaupten Soldaten der ukrainischen Spezialeinheit "Dnjepr-1" am Donnerstag eine Drohne der russischen Armee abgeschossen zu haben. Nördlich von Donezk zwischen der Stadt Avdiivka und dem Dorf Vodyane posieren die Männer für Fotos neben den Trümmern, halten die Hersteller-Plakette mit der russischen Baufirma "Ural Arbeiten der Zivilen Luftfahrt" und der Produktionsnummer 923 in die Kamera.

Dabei handele es sich angeblich um eine in Russland gefertigte Kopie der israelischen Drohne "Sucher-2" mit dem Namen "Forpost", was übersetzt "Außenposten" heißt. Die "Forpost" kann nicht nur gegnerische Stellungen und Truppenbewegungen ausspionieren, sondern auch in Echtzeit Artilleriefeuer koordinieren. Mit einer Spannweite von über acht Metern und einem Kostenfaktor von annähernd 300.000 Euro gilt das Waffensystem als eines der teuersten seiner Art. Nur darauf spezialisierte Berufsoldaten können die technisch fortgeschrittene und komplexe "Forpost" bedienen.

Die Bild berichtet neben den Fotobeweisen auch noch von Videoaufnahmen, die das zerschellte Wrack des ferngesteuerten Luftfahrzeugs zeigen sollen, das über ukrainischem Gebiet im Einsatz gewesen sei.

Seit Beginn der Ukraine-Krise sei dies bereits die zweite russische Drohne, die von den Ukrainern vom Himmel geschossen wurde, heißt es in dem Eintrag auf "vkontakte". Inzwischen befände sich die abgeschossene Drohne im ukrainischen Antiterrorzentrum des Staatsschutzes.

Sollte sich der Abschuss bestätigen, würde er dem Kreml einmal mehr die Präsenz russicher Truppen offenbaren und die Behauptungen, es wären keine regulären russischen Truppen im Einsatz ad absurdum führen.

grete
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