Unsichere Lage Oppositionsführerin Bhutto verlässt Pakistan


Die frühere Regierungschefin Benazir Bhutto hat kurz nach ihrer Rückkehr Pakistan wieder verlassen. Grund dafür sei die unsichere politische Lage im Land. Bei einem Anschlag auf ihren Konvoi wurden vor zwei Wochen rund 150 Menschen getötet.

Vor dem erwarteten Urteil des Verfassungsgerichts zur Position des pakistanischen Machthabers Pervez Musharraf will Oppositionsführerin Benazir Bhutto verübergehend Pakistan verlassen. Ein maßgeblicher Vertreter ihrer Volkspartei (PPP), der anonym bleiben wollte, sagte, Grund sei die unsichere politische Lage. Das Gericht entscheidet darüber, ob Musharraf bei der Präsidentenwahl Anfang Oktober überhaupt hätte antreten dürfen, weil er zugleich Armeechef ist. Analytiker befürchten, der Machthaber könnte den Ausnahmezustand ausrufen, sollten die Richter ihm den Wahlsieg im Nachhinein streitig machen.

"Wir haben ihr (Bhutto) geraten, das Land für mindestens eine Woche zu verlassen", sagte der PPP-Vertreter. Bhutto werde vor einer am 9. November in der Garnisonsstadt Rawalpindi bei Islamabad geplanten Kundgebung zurückkehren.

PPP-Sprecher Farhatullah Babar sagte dagegen, Bhutto besuche nur ihre Familie. Ihr Ehemann und ihre drei Kinder hatten sie bei der Rückkehr aus dem Exil nicht begleitet, sondern waren in Dubai geblieben. Nur Stunden nach ihrer Heimkehr aus dem Exil vor zwei Wochen war ein Selbstmordanschlag auf Bhutto verübt worden. Dabei waren rund 140 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt worden.

DPA DPA

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