Unwetter auf Madeira Weitere Opfer befürchtet


Das schwere Unwetter auf Madeira hat bisher 42 Menschen das Leben gekostet. Die Suche nach Vermissten wird fortgesetzt.

42 Menschen kamen in den Sturzfluten und Schlammlawinen ums Leben, die am Samstag weite Teile der portugiesischen Atlantik-Insel verwüsteten. Offiziell waren noch vier Menschen als vermisst gemeldet, doch es wurden noch mehr Opfer befürchtet, wie die Behörden mitteilten. Mehr als 120 Menschen wurden verletzt, etwa 250 verloren ihr Zuhause. Die meisten Todesopfer wurden zum Flughafen der Inselhauptstadt Funchal gebracht, wo eine provisorische Leichenhalle errichtet wurde.

Die Bevölkerung war aufgerufen, am Montag nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Zahlreiche Schulen blieben geschlossen. Bei nur noch leichten Regenfällen begannen derweil die Aufräumarbeiten. Die Rettungskräfte arbeiteten sich vor allem in die Tiefgarage eines Einkaufszentrums in Funchal vor, wo weitere Leichen vermutet wurden.

Vielerorts musste schweres Gerät eingesetzt werden, um die Straßen von Felsbrocken und Geröll zu befreien. Auf der Insel fiel am Samstag binnen acht Stunden so viel Regen wie sonst in einem ganzen Monat, was verheerende Überschwemmungen und Erdrutsche auslöste.

Der portugiesischen Fernmeldegesellschaft zufolge waren aber 85 Prozent der Festnetz- und Mobilfunkverbindungen bis zum späten Sonntagabend wieder hergestellt. Die portugiesische Regierung berief in Lissabon eine Dringlichkeitssitzung des Kabinetts ein, auf der über Hilfen für Madeira beraten werden sollte. Auch mit der Ausrufung einer dreitägigen Staatstrauer wurde gerechnet.

Armando Franca, APN APN

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