Donald Trump hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro verschleppen lassen und will ihm den Prozess machen. Die Ereignisse im Liveticker.
Die USA haben Venezuela militärisch angegriffen und den Machthaber des Landes, Nicolás Maduro, sowie dessen Ehefrau festgenommen und außer Landes gebracht. Maduro wird in einer New Yorker Haftanstalt vorgeführt. Die USA werfen ihm und seinem Regime vor, den Drogenhandel in die USA zu unterstützen, und wollen ihn vor ein US-Gericht stellen.
Die internationalen Reaktionen auf die US-Militäraktion reichen von Zustimmung bis zu Vorwürfen, das Völkerrecht gebrochen zu haben. In Venezuela übernimmt vorerst die bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die Führung. Wie es in dem Land weitergeht, ist unklar.
Lesen Sie alle Entwicklungen im Liveblog:
Wichtige Updates
Anna Aridzanjan

Liebe Leserinnen und Leser, haben Sie auch schon den Überblick darüber verloren, welchen Ländern Trump aktuell droht, und was er von ihnen will? Dann kommt diese Übersicht zum genau richtigen Zeitpunkt:
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Tim Schulze
Auch für Hollywoodstars hat der Militäreinsatz der USA in Venezuela Folgen. So verpasste Leonardo DiCaprio die Verleihung eines Filmpreises in Los Angeles, weil er auf der Karibik-Insel St. Bart weilte und wegen des gesperrten Luftraums nicht in die Heimat fliegen konnte. Er verbrachte den Jahreswechsel mit Familie und Freunden in der Karibik, darunter auch mit dem Amazon-Gründer Jeff Bezos und dessen Ehefrau.
DiCaprio sollte für seine Rolle in dem Film "One Battle After Another" den Desert Palm Achievement Award in Palm Springs verliehen bekommen.
DiCaprio sollte für seine Rolle in dem Film "One Battle After Another" den Desert Palm Achievement Award in Palm Springs verliehen bekommen.
Leonardo DiCaprio. DPA
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Anna Aridzanjan

Nicolás Maduro für Gerichtstermin in New York
Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro ist bei einem New Yorker Bundesgericht angekommen. Um 12.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MEZ) soll er dort erstmals zu einem Termin erscheinen. Videoaufnahmen, die vom US-Sender CNN übertragen werden, zeigen, wie Venezuelas von den USA festgenommener Präsident nicht nur mit einem gepanzerten Fahrzeug, sondern auch einem Helikopter transportiert wurde. Begleitet wurde er zudem von Beamten der US-Drogenpolizei DEA.
Imago Images
Reuters
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Christine Leitner
González Urrutia war bei der Präsidentschaftswahl im Juli 2024 gegen Maduro angetreten und hatte den Sieg für sich beansprucht. Von den Behörden war jedoch Maduro zum Sieger erklärt worden, die Opposition sprach von Wahlbetrug. In der Folge kam es zu gewaltsamen Protesten mit 28 Toten und mehr als 2400 Festnahmen, González Urrutia floh nach Spanien ins Exil. Machado lebt seit zweieinhalb Jahren in Venezuela im Untergrund.
US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag eine Spitzenposition für Machado im künftigen Venezuela ausgeschlossen. "Sie hat nicht die Unterstützung und den Respekt im Land", sagte Trump.
González Urrutia, Oppositionskandidat bei der letzten Präsidentschaftswahl in Venezuela, auf einer Pressekonferenz. Eddy Vittini / DPA
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Christine Leitner
Die EU fordert, dass die Oppositionsführerin María Corina Machado in den Übergangsprozess eingebunden wird. "Bei den nächsten Schritten geht es um den Dialog hin zu einem demokratischen Übergang, der Edmundo González und María Corina Machado miteinbeziehen muss", sage Kommissionssprecherin Anitta Hipper in Brüssel. Die Ereignisse vom Wochenende böten "die Gelegenheit für einen demokratischen Übergang, angeführt vom venezolanischen Volk", fügte Sprecherin Paula Pinho hinzu.
Friedensnobelpreisträgerin Maria Corina Machado bei einer Pressekonferenz in der Regierungsvertretung in Oslo. Stian Lysberg Solum / NTB / DPA
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Christine Leitner
Auch die EU-Kommission vermeidet partout eine eindeutige Bewertung der Lage in Venezuela. Die EU betont stattdessen die politischen Chancen für das Land. "Die Ereignisse vom Wochenende bieten die Möglichkeit eines vom venezolanischen Volk geführten demokratischen Übergangs", sagt eine Sprecherin in Brüssel. Der von den USA nach New York gebrachte Präsident Nicolás Maduro habe nicht über die Legitimität eines demokratisch gewählten Staatschefs verfügt. Auf die Frage eines Journalisten, ob das US-Vorgehen aus Perspektive der EU-Kommission "eine Invasion, eine Intervention, einen Akt der Aggression oder einen von außen betriebenen Staatsstreich" darstelle, will sich die Sprecherin nicht äußern.
„Wir haben nicht wirklich darüber gesprochen, wie wir das nennen.“EU-Sprecherin
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Tim Schulze
Bundesregierung sieht "komplexe Lage" bei Militäreinsatz
Die Bundesregierung eiert weiter in der Beurteilung des US-Militäreinsatzes in Venezuela herum. Jetzt heißt es, dass man vor einer abschließenden Bewertung zunächst die Begründung der US-Regierung im UN-Sicherheitsrat abwarten wolle. "Der Bundeskanzler hat unterstrichen, dass alle, auch die USA, das Völkerrecht achten müssen", betont Vizeregierungssprecher Sebastian Hille. "Dies gilt ausdrücklich für staatliche Souveränität und territoriale Integrität." Die Regierung sehe aber, dass es sich um eine komplexe Lage handele. Hille verweist darauf, dass die Wahlen in Venezuela manipuliert gewesen seien, weshalb Präsident Maduro nicht anerkannt worden sei. Ob es sich um einen völkerrechtswidrigen Einsatz der USA gehandelt hat, wollen er und die Sprecherin des Auswärtigen Amtes nicht sagen.
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Christine Leitner
Ungeachtet der Lage in Venezuela setzt China weiter auf Kooperation mit dem südamerikanischen Land. Egal, wie sich die politische Situation in Venezuela verändere, Chinas Bereitschaft, die praktische Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen zu vertiefen, werde sich nicht ändern, sagt Außenamtssprecher Lin Jian in Peking. Chinas legitime Interessen in Venezuela seien in Übereinstimmung mit dem Gesetz geschützt, erklärt er weiter.
China und Venezuela sind Verbündete. Peking ist einer der wichtigsten Käufer venezolanischen Erdöls und gewährte dem Land eine Zeit lang immer wieder Kredite für den Ausbau von Energiewirtschaft und Infrastruktur. 2023 erweiterten Maduro und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping die diplomatischen Beziehungen beider Länder zu einer sogenannten strategischen Allwetter-Partnerschaft, eine Art der Beziehungen, die Peking nur mit wenigen Staaten unterhält.
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Anna Aridzanjan

Trumps Regierung soll Abgeordnete vor dem Militärschlag in Venezuela bewusst getäuscht haben. Doch bald tagt der US-Kongress wieder. Das kann er wirklich noch ausrichten:
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Anna Aridzanjan

Eine zentrale Frage steht seit dem 3. Januar wie ein dicker Elefant im Raum: Hat Trump mit seinem Militärschlag gegen Venezuela und der Entmachtung Maduros eigentlich das Völkerrecht gebrochen? Und falls ja, was sind die Konsequenzen? Lesen Sie hier den Faktencheck:
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Christine Leitner
Der Iran gilt als enger Verbündeter Venezuelas und als solcher ist es wenig überraschend, dass das Land die Freilassung von Nicolás Maduro fordert. "Der Präsident eines Landes und seine Ehefrau sind entführt worden. Es gibt keinen Grund, stolz zu sein, das ist ein illegaler Akt", sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, in Teheran. "Wie die venezolanische Bevölkerung betont hat, muss ihr Präsident freigelassen werden", fügt er hinzu.
Die Beziehungen des Iran zu Venezuela blieben unverändert, sagt der iranische Ministeriumssprecher weiter. "Unsere Beziehungen zu allen Ländern, einschließlich Venezuela, basieren auf gegenseitigem Respekt und so wird es bleiben." Die Regierung in Teheran stehe in Kontakt mit den venezolanischen Behörden.
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Anna Aridzanjan

Wie sehen eigentlich internationale Medien Trumps Vorgehen gegen Venezuela? Hier finden Sie einen Überblick:
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Anna Aridzanjan

Und auch Grönlands Regierungschef Jens Frederik Nielsen hat auf Trumps Ansprüche auf seine Insel mit scharfen Worten reagiert:
"Das reicht jetzt", erklärte Nielsen in der Nacht zum Montag im Onlinedienst Facebook. "Kein weiterer Druck. Keine weiteren Andeutungen. Keine weiteren Annexions-Fantasien. Wir sind offen für Dialog. Wir sind offen für Diskussionen", schrieb der grönländische Regierungschef. Dies müsse aber "über die angemessenen Kanäle und unter Achtung des Völkerrechts geschehen", betonte er.
"Das reicht jetzt", erklärte Nielsen in der Nacht zum Montag im Onlinedienst Facebook. "Kein weiterer Druck. Keine weiteren Andeutungen. Keine weiteren Annexions-Fantasien. Wir sind offen für Dialog. Wir sind offen für Diskussionen", schrieb der grönländische Regierungschef. Dies müsse aber "über die angemessenen Kanäle und unter Achtung des Völkerrechts geschehen", betonte er.
Trump hatte zuvor mit neuen Äußerungen den Anspruch seines Landes bekräftigt und die Angst vor einer möglichen Annexion Grönlands durch die USA befeuert: "Wir werden uns in rund zwei Monaten um Grönland kümmern".
Grönlands Regierungschef Jens Frederik Nielsen. dpa
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Anna Aridzanjan

Trump hatte Kolumbien ebenfalls mit einem Militäreinsatz gedroht – und dessen Präsident Gustavo Petro antwortet ihm jetzt mit einer Großkatzen-Metapher:
Die Äußerungen seien eine "illegitime Drohung", er werde sie genau prüfen, schrieb Petro auf X. Sollte gegen ihn selbst vorgegangen werden, warnte Petro vor schweren Folgen. "Sollten Sie den Präsidenten festnehmen, den ein Großteil meines Volkes schätzt und respektiert, werden Sie den Volksjaguar entfesseln."
Wir erinnern uns: Trump hatte Kolumbien zuvor scharf attackiert und gesagt, das Land werde von einem "kranken Mann" regiert, der es liebe, "Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen". Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob es einen Militäreinsatz gegen Kolumbien geben werde, sagte Trump: "Das klingt für mich gut."
Die Äußerungen seien eine "illegitime Drohung", er werde sie genau prüfen, schrieb Petro auf X. Sollte gegen ihn selbst vorgegangen werden, warnte Petro vor schweren Folgen. "Sollten Sie den Präsidenten festnehmen, den ein Großteil meines Volkes schätzt und respektiert, werden Sie den Volksjaguar entfesseln."
Wir erinnern uns: Trump hatte Kolumbien zuvor scharf attackiert und gesagt, das Land werde von einem "kranken Mann" regiert, der es liebe, "Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen". Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob es einen Militäreinsatz gegen Kolumbien geben werde, sagte Trump: "Das klingt für mich gut."
Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro. dpa
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Christine Leitner
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