US-Vorwahlen Obama und Clinton streiten über Sprit


Showdown in North Carolina und Indiana: US-Präidentschaftsbewerber Barack Obama und Hillary Clinton benötigen bei den Vorwahlen dringend Siege. Die Rivalen streiten sich über ein Thema, dass auch in Deutschland für Aufregung in der Bevölkerung sorgt.

Im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten treten Hillary Clinton und Barack Obama in Indiana und North Carolina gegeneinander an. In letzten Aufrufen an die Wähler stritten sich die beiden Senatoren über Clintons Vorschlag einer Steuerbefreiung für Benzin im Sommer. "Die Menschen brauchen keine symbolische Erleichterung, sondern echte Erleichterung", sagte Obama dem Sender NBC. Clinton warf Obama ihrerseits vor, nur deswegen den Plan anzugreifen, "weil er selbst keinen hat". Die Bewerber konzentrierten sich bei ihren Auftritten auf Wähler aus der Arbeiterschicht.

Umfragen zufolge kann weder Clinton noch Obama mit einem haushohen Sieg rechnen. Da bei den Demokraten auch der Verlierer Delegiertenstimmen erhält, dürfte damit auch diesmal keine endgültige Entscheidung fallen. Beide Kandidaten wollen jedoch dringend nach dem Schluss der Wahllokale in der Nacht zum Mittwoch einen Doppelsieg vorweisen können. Obama würde damit seinen Vorsprung bei den Delegierten ausbauen und zeigen, dass er die jüngsten Kontroversen überwunden hat.

In landesweiten Umfragen führt Obama vor Clinton

Umgekehrt würden zwei Siege für Clinton ihr Argument stärken, dass Obama bei der eigentlichen Präsidentenwahl im November der schwächere Kandidat sein würde. Sollte jeder nur einen Bundesstaat gewinnen - den Umfragen zufolge der wahrscheinlichste Ausgang - dürfte der Wahlkampf mit unverminderter Härte weitergehen.

Indiana und North Carolina sind die größten noch verbliebenen Bundesstaaten bei der ungewöhnlich langen Vorwahl. Anschließend wird noch sechs Mal abgestimmt, bevor auf dem Parteitag im Sommer eine Entscheidung getroffen werden muss. In landesweiten Umfragen führt Obama vor Clinton, beide liegen vor dem republikanischen Kandidaten John McCain.

Reuters Reuters

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker