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US-Wahl 2020 Biden gibt die Namen von neun zukünftigen Regierungsmitgliedern bekannt


Auch zwei Wochen nach Schließung der Wahllokale hält die Präsidentschaftswahl die USA in Atem. Der gewählte Präsident Biden will sich an die Arbeit machen – doch Amtsinhaber Trump stellt sich quer. Die Entwicklungen zur US-Wahl 2020 im stern-Liveblog.

Noch immer will Präsident Donald Trump den Wahlsieg seines designierten Nachfolgers Joe Biden nicht anerkennen. Er weigert sich, die Übergabe der Regierungsgeschäfte einzuleiten und macht auf den letzten Metern seiner Präsidentschaft bei vielen Themen – der China-Politik, umstrittenen Öhlbohrungen und beim Truppenabzug – zunehmend Tempo. Nur nicht beim Coronavirus, kritisiert Biden und warnt: Durch Trumps Blockade könnte es noch mehr Corona-Tote geben. Im stern-Liveblog erfahren Sie alles über die aktuelle Entwicklung der Lage.

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Live Blog

US-Wahl 2020 – der stern-Liveblog

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Es gibt sicherlich angenehmere Dienstreisen als die, die Mike Pompeo gerade unternimmt. Der US-Außenminister traf am Mittag in Paris ein - der ersten Station auf seiner Reise durch Europa und den Nahen Osten. Im Gepäck seine viel beachtete Äußerung, es werde einen "reibungslosen Übergang zur zweiten Trump-Regierung" geben. Dumm nur, dass sowohl fast alle Staaten der EU (außer Polen) als auch Israel, dessen Regierungschef Benjamin Netanjahu eine große Nähe zu Donald Trump nachgesagt wird, Joe Biden bereits zum Wahlsieg gratuliert haben. Nach wie vor gibt es keinen Beleg für einen von Trump wiederholt behaupteten Wahlbetrug. Im Gegenteil: Zuletzt zogen einige Anwälte ihr Mandat wegen Aussichtslosigkeit des Unterfangens zurück.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Die Sicherheitsbehörden in der US-Hauptstadt sind mehr als besorgt angesichts des Aufmarsches. Dies vor allem, da zahlreiche rechtsextreme Gruppierungen und Trump-Anhänger angekündigt haben, an der Demonstration zur Unterstützung des noch amtierenden Präsidenten teilzunehmen, berichten US-Medien übereinstimmend. Da auch etliche Gegendemonstrationen erwartet werden, befürchten die Behörden, dass es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen könnte.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Der Aufmarsch der Trump-Anhänger zum sogenannten "Million-MAGA-Marsch" hat begonnen ... (Foto: AFP)

  • Carsten Heidböhmer
    • Carsten Heidböhmer

    Der indische Sandkünstler Sudarsan Pattnaik gratuliert den Wahlsiegern Joe Biden und Kamala Harris mit einer Skulptur, die er am Goldene Strand bei Puri im indischen Bundesstaat Odisha errichtet hat.

  • Carsten Heidböhmer
    • Carsten Heidböhmer

  • Gernot_Kramper
    • Gernot_Kramper

    Präsident Trump twitterte , dass er bei der geplanten Kundgebung zu seiner Unterstützung, dem "Millionen-MAGA-Marsch", in Washington, D.C., am Samstag "vorbeischauen" werde.

    "Es ist herzerwärmend, all die enorme Unterstützung da draußen zu sehen, besonders die spontane Kundgebungen, die im ganzen Land aus dem Boden schießen, einschließlich der großen am Samstag in D.C. Ich könnte sogar versuchen, vorbeizuschauen und Hallo zu sagen", schrieb Trump und fügte hinzu: "Diese Wahl war manipuliert, den ganzen Weg rauf und runter!"

  • Gernot_Kramper
    • Gernot_Kramper

    Die frühere Präsidentin der US-Notenbank Janet Yellen ist nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg als Finanzministerin unter dem gewählten US-Präsidenten Joe Biden im Rennen. Es gebe weitere Bewerber, berichtete Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Wegen ihrer möglichen neuen Rolle habe Yellen aber Auftritte als Rednerin abgesagt.

  • Gernot_Kramper
    • Gernot_Kramper

    Nicht ganz ernst gemeint, aber doch reizvoll. Ein Kommentator von "The Hill" bringt eine neue Idee des Übergangs ins Spiel. Nämlich: Mike Pence wird nächster Präsident der USA. Allerdings nur für kurze Zeit. Für diesen Schachzug muss Donald Trump keine Wahl gewinnen, er muss nur zurücktreten. Und dann könnte Mike Pence ihm Straffreiheit gewähren – ganz legal. Der Plan hört sich verrückt an, ist es aber nicht. Ein anderer US-Präsident ist genau diesen Weg gegangen. Richard Nixon ist nach dem Watergate-Skandal zurückgetreten. Teil des Deals war damals, dass sein Nachfolger und ehemaliger Vize Gerald Ford ihn amnestierte.

  • Gernot_Kramper
    • Gernot_Kramper

    Die Republikaner im Senats warnen vor gewählten Präsidenten Joe Biden davor, Personen wie Elizabeth Warren, Bernie Sanders oder die ehemalige nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice in sein Kabinett zu berufen. "Ich hatte einen Kollegen von mir, der sagte, Elizabeth Warren oder Susan Rice könnten niemals bestätigt werden", sagte ein republikanische Senator zu "The Hill". "Es käme zum Kampf", wenn Biden auf Warren, Sanders oder Rice setzen würde. Die Republikaner werden im nächsten Senat mindestens 50 Sitze kontrollieren. Sie hoffen, ihre Mehrheit zu erhöhen, wenn sie zwei Stichwahlen gewinnt, die für den 5. Januar in Georgia geplant sind.

  • Gernot_Kramper
    • Gernot_Kramper

    Die USA verzeichnen derzeit täglich immer neue Höchstwerte der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Anzahl der registrierten Fälle binnen 24 Stunden erreichte am Freitag 184 514, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) vom Samstagmorgen hervorgeht. Das ist der bisher höchste Tageswert der Neuinfektionen
    seit Beginn der Pandemie.

  • Gernot_Kramper
    • Gernot_Kramper

    Die US-Demokraten haben ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus erwartungsgemäß verteidigt und können nach jüngsten Prognosen fest auf mehr als die Hälfte der 435 Sitze bauen.
    Mehrere US-Sender und Nachrichtenportale rechnen der Partei des neu gewählten Präsidenten Joe Biden seit Freitag mindestens 218 Mandate zu. Diese Zahl dürfte noch steigen, da für rund ein Dutzend Abgeordnetensitze noch keine Entscheidungen ausgerufen worden sind. Faktisch bestanden schon seit der Wahlnacht am 3. November keine Zweifel mehr daran, dass das Repräsentantenhaus auch künftig in den Händen der Demokraten liegen wird.

  • Gernot_Kramper
    • Gernot_Kramper

    Anwaltskanzleien, die bislang Präsident Trump in seinem Wahlkampf vertreten haben, setzen sich von den Bemühungen ab, die Wahlergebnisse anzufechten, berichtet die "New York Times".
    Die Kanzlei Porter Wright Morris & Arthur hat sich von einer Bundesklage zurückgezogen, die sie selbst im Namen der Trump-Pence-Kampagne eingereicht hatte. Sie folgte einem ähnlichen Schritt einer Anwaltskanzlei in Arizona, die die Republikanische Partei vertrat, und die die Ergebnisse des Staates in Frage stellte. Anwälte von Porter Wright und Jones Day äußerten sich besorgt darüber, dass die Arbeit ihrer Kanzleien dazu beiträgt, die Position des Präsidenten zu legitimieren. Das Trumplager reagierte verärgert auf den Rückzug. "Cancel Culture hat endlich den Gerichtssaal erreicht", sagte Tim Murtaugh, Kommunikationsdirektor der Trump-Kampagne.

  • Gernot_Kramper
    • Gernot_Kramper

    Viele Zuschauer interessierten sich am Freitag mehr für Tumps Haare als für seine Aussagen. Quasi über Nacht ist der Präsident "grau" geworden und hat seine typischen hellen Blondton eingebüßt.
    "Entweder ist Trumps Haarstylist über Bord gegangen, oder er versucht, sich allmählich in Joe Biden zu verwandeln und hofft, dass wir es nicht bemerken", scherzte ein User auf Twitter. Viele interpretierten die Transformation als Ausdruck seiner Niedergeschlagenheit nach den Wahlen. "Wie schnell sind Donald Trumps Haare weiß geworden? Das verdammte Verlieren muss ihn wirklich hart getroffen haben. Kein Wunder, dass er sich versteckt hat", schrieb ein weiterer User. Es ist seit langem bekannt, dass Trump viel Wert darauf legt, dass seine "Haare perfekt sein müssen". Er geriet in die Kritik, weil er 70.000 US-Dollar an Haarstyling-Kosten im Zusammenhang mit der TV-Show "The Apprentice" bei der Steuer eingereicht hat.

  • Gernot_Kramper
    • Gernot_Kramper

    Der von Pfizer und der deutschen Firma Biontech entwickelte Corona-Impfstoff soll nach den Worten des amtierenden Präsidenten Donald Trump "sehr, sehr schnell" in den USA zugelassen werden. Die jüngst von den Herstellern verkündete Wirksamkeit des Impfstoffs "übertrifft bei Weitem alle Erwartungen", sagte Trump am Freitag im Rosengarten des Weißen Hauses. Schon im Dezember sollen 20 Millionen Menschen geimpft werden. Allerdings nicht in New York. Der Impfstoff solle zunächst nicht in den Bundesstaat New York geliefert werden, stellte Trump bei der Pressekonferenz klar. Der demokratische Gouverneur Andrew Cuomo misstraue der Regierung und wolle das Mittel zunächst separat prüfen. "Wir werden es also erst nach New York liefern, wenn wir die Genehmigung dazu haben", sagte Trump.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Für die Nachtstunden empfehlen wir Ihnen zwei Podcasts zur US-Wahl:

    - In "Inside America" hat sich stern-Korrespondent Jan Christoph Wiechmann auf den Straßen von New York umgehört und gefragt, was die Bewohner der Stadt von der neuen Regierung unter Joe Biden erwarten. Er stieß dabei auf die immer selben Themen. Die aktuelle Folge hören Sie hier.

    - "Vater. Tochter. Weltgeschehen." heißt der Podcast des früheren stern-Herausgebers Andreas Petzold und seiner Tochter Olivia. In der aktuellen Folge sprechen die beiden darüber, was sich in den kommenden vier Jahren in den USA und in der Weltpolitik verändern könnte. Hier können Sie die Ausgabe hören.

    Beide Podcasts finden Sie auch bei Audio Now und weiteren Podcast-Anbietern.

mit DPA / AFP

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