Venezuela Chavez versorgt Iran mit Benzin


Er kann es nicht lassen: Um die USA zu provozieren, ist Venezuelas Staatspräsident Hugo Chavez jedes Mittel recht, auch Öllieferungen an den Iran. Die Mullahs besitzen zwar jede Menge Erdöl, können die Bürger aber dennoch nur schwer mit Benzin versorgen.

Der Iran hat zur Abwehr drohender Sanktionen im Streit über sein Atomprogramm offenbar Hilfe aus Venezuela erhalten. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna sagte Venezuelas Präsident Hugo Chavez dem Iran am Sonntag Benzinlieferungen von täglich 20.000 Barrel zu. Die Lieferungen könnten schon im Oktober beginnen. Venezuela könne damit im Iran gekaufte Maschinen und Technologie bezahlen. Der Iran ist zwar einer der größten Erdölexporteure der Welt, aber wegen zu geringer Raffineriekapazitäten muss das Land bis zu 40 Prozent seines Benzinbedarfs importieren. Derzeit drohen dem Iran wegen seines Atomprogramms neue Sanktionen. Dabei ist auch eine Einschränkung der Benzin-Einfuhren im Gespräch.

Iran kündigt UN neue Vorschläge an

US-Präsident Barack Obama hat der islamischen Republik bis Ende September Zeit für neue Gespräche gegeben. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die Führung in Teheran bestreitet das zwar, hat aber auch keine internationalen Kontrollen seiner Atomanlagen zugelassen. Am Wochenende kündigte der Iran allerdings an, in den nächsten Tagen den fünf ständigen UN-Sicherheitsratsmitgliedern und Deutschland neue Vorschläge als Grundlage für Verhandlungen vorzulegen.

Reuters Reuters

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