"Wer austeilt, muss auch einstecken können" CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst in der Kritik


Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf wird nicht gegen den nordrhein-westfälischen CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst wegen doppelten Bezugs von Zuschüssen ermitteln. Es gebe keinen Anfangsverdacht für eine strafbare Handlung, teilte ein Sprecher der Behörde am Freitag mit. Wüst sei kein Vorsatz nachzuweisen.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf wird nicht gegen den nordrhein-westfälischen CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst wegen doppelten Bezugs von Zuschüssen ermitteln. Es gebe keinen Anfangsverdacht für eine strafbare Handlung, teilte ein Sprecher der Behörde am Freitag mit. Wüst sei kein Vorsatz nachzuweisen. Der 34- jährige Landtagsabgeordnete hatte dem Parlament verschwiegen, dass er Zuschüsse zu seiner privaten Krankenversicherung auch von der CDU erhält. Das Geld vom Land hätte um den CDU-Betrag gekürzt werden müssen. Nachdem Medienrecherchen den Fall ans Licht gebracht hatten, zahlte Wüst inklusive Zinsen 6000 Euro zurück.

Wüst hatte erklärt, er habe nicht gewusst, dass er als Privatversicherter zu den Angaben verpflichtet sei. Der CDU-Politiker war wie andere Landtagsabgeordnete zweimal schriftlich aufgefordert worden, Angaben zur Krankenversicherung zu machen.

Wüst hat trotz der Negativschlagzeilen der vergangenen Wochen nach eigener Darstellung weiter die volle Rückendeckung seiner Partei. Als das Thema im CDU-Landesvorstand angesprochen worden sei, habe es "donnernden Applaus" gegeben. Seinen Stil mit scharfen Attacken auf den politischen Gegner will Wüst nicht ändern. Dass er jetzt verschärft Ziel von Angriffen der Opposition sei, bereite ihm keine Probleme: "Wer austeilt, muss auch einstecken können."

DPA DPA

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