HOME

Satiriker Christian Ehring: "Da hat die Nazi-Schlampe doch recht" - AfD will "extra 3"-Moderator verklagen

Von "Politischer Korrektheit" hält AfD-Frau Alice Weidel nichts. Gut so, meint Satiriker Christian Ehring von "extra 3". Da habe "die Nazi-Schlampe doch recht". Das ist der AfD dann aber doch zu unkorrekt.

"extra 3"-Moderator Christian Ehring bezeichnete Alice Weldel von der AfD als "Nazi-Schlampe"

"extra 3"-Moderator Christian Ehring bezeichnete Alice Weldel von der AfD als "Nazi-Schlampe"

"Die politische Korrektheit gehört auf den Müllhaufen der Geschichte", rief die neue Spitzenkandidatin der AfD, Alice Weidel, auf dem Bundesparteitag in Köln. Eine Steilvorlage für alle Satiriker. Christian Ehring, seines Zeichens Moderator der NDR-Sendung "extra 3" ließ den Clip während seiner Sendung einspielen und kommentierte bissig: "Jawoll, Schluss mir der politischen Korrektheit. Lasst uns alle unkorrekt sein. Da hat die Nazi-Schlampe doch recht!"

Besonders der letzte Teil davon stieß einigen AfD-Anhängern übel auf - und kam logischerweise auch bei der Partei nicht sonderlich gut an. Sprecher Christian Lüth schrieb auf Twitter: "Wir gehen dagegen juristisch vor. Das wird teuer für diesen GEZ-Primitivling." Zuvor hatte ihn ein Nutzer namens "Hartes Geld" auf den Clip hingewiesen. "Was das Staats-TV so produziert: GEZ-Scherge bezeichnet Alice Weidel von der AfD als 'Nazischlampe' und findet es total lustig", hatte er getwittert.

 

AfD lässt Klage gegen "extra 3"-Mann prüfen

Auf Nachfrage von "Spiegel Online" sagte Pressesprecher Lüth, dass der Fall dem Medienanwalt der AfD übergeben worden sei. Das Ergebnis dieser Prüfung solle demnach voraussichtlich am Mittwoch vorliegen. Er gehe aber fest davon aus, "dass wir gegen Herrn Ehring klagen werden". Die Aussagen des Moderators seien "beleidigend und verleumderisch" und verletzten "die Persönlichkeitsrechte von Alice Weidel". Laut "Spiegel Online" blickt der NDR der Klage "gelassen entgegen".

"Extra 3" spielte auch im Satire-Streit zwischen Jan Böhmermann und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan eine entscheidende Rolle. Die Sendung hatte damals ein Lied auf Erdogan verfasst, über das sich die Türkei beschwerte. Daraufhin setzte Böhmermann zu seinem "Schmähgedicht" an, um die Grenzen zwischen Satire und Beleidigung zu verdeutlichen. AfD-Politiker Jörg Meuthen fand damals übrigens: "Satire, so fragwürdig sie auch sein mag, zur Strafverfolgung freizugeben, ist ein Anschlag auf die Freiheit, die Europa auszeichnet."

Jan Böhmermann im Interview: "Für meinen Job ist ein Studium ein Hindernis"
fin
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.