Angela Merkel Chefsache Atomenergie


Bundeskanzlerin Angela Merkel will in Sachen Atomenergie vermitteln, um beim Energiegipfel im kommenden Frühjahr einen Konsens präsentieren zu können. Die Positionen von SPD und CDU liegen derzeit noch weit auseinander.

Merkel habe auf dem Energiegipfel am Montag angekündigt, dass das Kanzleramt in dieser strittigen Frage nun "aktiv" werde, sagte der Chef der bundeseigenen Deutschen Energie-Agentur (dena), Stephan Kohler, am Dienstag in Berlin. "Sie hat gesagt, dass sie sich um dieses Thema kümmern wird."

In der Runde mit den Vertretern der Wirtschaft sowie Energie-, Umwelt- und Verbraucherexperten habe die Kanzlerin das Thema von sich aus angesprochen und erläutert, dass es in der Atomausstiegs-Frage einen unveränderten Dissens zwischen CDU/CSU und SPD gebe. Weite Teile der Union - dazu gehört auch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) - wollen die Laufzeiten der Kernkraftwerke verlängern. Die SPD besteht dagegen auf dem Ausstieg, der im Jahr 2000 von Rot-Grün mit der Energiewirtschaft beschlossenen wurde. Im Koalitionsvertrag haben der großen Koalition ist dieser Dissens für diese Wahlperiode als nicht überbrückbar bestätigt.

Die Kanzlerin wolle diese Frage bis zum nächsten Energiegipfel im Frühjahr, wenn es um die künftige Zusammensetzung der Energiequellen gehe, kären, sagte Kohler. Neben den Energiekonzernen setze auch die Stahlindustrie auf längere Laufzeiten, "weil sie glauben, sie kriegen stabilere Energiepreise".

DPA/Reuters DPA Reuters

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