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ARBEITSAUFNAHME: Schlüsselübergabe im Kanzleramt

Mit der symbolischen Schlüsselübergabe an Bundeskanzler Gerhard Schröder hat das Kanzleramt am Berliner Spreebogen am Mittwoch seine Arbeit aufgenommen.

Mit der symbolischen Schlüsselübergabe an Bundeskanzler Gerhard Schröder hat das Kanzleramt am Berliner Spreebogen am Mittwoch seine Arbeit aufgenommen. Die Arbeit werde im neuen Gebäude so gut und so kreativ sein wie in den anderen Regierungszentralen, in denen er bisher residiert habe. »Von hier aus wird nicht geherrscht, von hier aus wird regiert«, sagte Schröder während der Feier bei strahlendem Sonnenschein.

Die Demokratie manifestiere sich nicht im Gebäude des Kanzleramts, sondern im Bundestag, der nur einen Steinwurf entfernt ist. Die Entwürfe der Architekten seien ungeachtet vielfältiger Kritik an der Größe des Kanzleramtes nicht geschichtslos, sagte der Kanzler. Mit der Schlüsselübergabe sei der Regierungsumzug von Bonn nach Berlin nun abgeschlossen. Die Diskussionen der vergangenen Tage über Baustil und Funktionalität seien notwendig gewesen. Dabei lobte Schröder die Arbeit unter Führung des Architekten Axel Schultes.

Zuvor hatte Bundesbauminister Kurt Bodewig (SPD) sich zuversichtlich geäußert, dass bei allen neuen oder umgestalteten Regierungsgebäuden in Berlin der Gesamtkostenrahmen nicht überschritten werden müsse. Der Neubau des Kanzleramts hatte 465 Millionen Mark und damit 65 Millionen mehr als ursprünglich geplant gekostet. Unmittelbar nach der knapp einstündigen Feier versammelte Schröder seine Regierungsmannschaft zur ersten Sitzung im neuen Kabinettssaal.

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