Bundestagswahl Westerwelle fürchtet Schwarz-Grün


Die FDP nimmt die Grünen als mögliche Koalitionsalternative für die Union offenbar ernst: Parteichef Guido Westerwelle sagte jetzt, ein schwarz-grünes Regierungsbündnis sei die Wiederbelebung von Rot-Grün. Aber auch mit seinem Wunschpartner CDU hat er seine Probleme.

Der FDP-Partei- und Fraktionsvorsitzende Guido Westerwelle hat die Union vor einem Bündnis mit den Grünen nach der nächsten Bundestagswahl gewarnt. "Schwarz-Grün wäre inhaltlich die Wiederbelebung von Rot-Grün: mehr staatliche Bevormundung und weniger Freiheit", sagte er der "Welt".

Die Grünen seien auf dem Weg der Fundamentalisierung. Das von Parteichef Reinhard Bütikofer entwickelte Konzept einer grünen Marktwirtschaft sei ein Marketing-Gag: "Eher lernt eine Kuh Eiskunstlauf, bevor die Grünen verstehen, was soziale Marktwirtschaft wirklich ist."

Der FDP-Chef sprach sich auch gegen Dreierbündnisse unter Beteiligung von FDP und Grünen aus: "Ich kämpfe nicht für Notlösungen, sondern für klare Verhältnisse." Westerwelle will sich dagegen für eine schwarz-gelbe Koalition im Bund einsetzen.

Der FDP-Vorsitzende warf auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Hang zum Staatsinterventionismus vor. Seit der Bundestagswahl falle die Union als freiheitliches Gegengewicht zur SPD aus.

DPA DPA

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