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Bundeswehr Von der Leyen will Fitness-Standards lockern


Ursula von der Leyen will die Bundeswehr als Arbeitgeber ansprechender machen und die Eignungsmerkmale prüfen. Die Twittergemeinde reagiert mit lustigen Tweets wie etwa einer "Moppelspezialeinheit".

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat eine Überprüfung der Eignungsmerkmale für die Bundeswehr angekündigt, um die Bundeswehr als Arbeitgeber attraktiver zu machen. "Beispiel körperliche Fitness: Es stellt sich die Frage, ob jeder einzelne Soldat und jede einzelne Soldatin, gleich welche Aufgabe sie im Riesenkonzern Bundeswehr ausfüllt, tatsächlich einen langen Marsch mit schwerem Gepäck bewältigen können muss", sagte von der Leyen der "Rheinischen Post". "Da müssen wir eher danach gehen, was eigentlich eine moderne, hochtechnisierte Armee braucht."

Andere Fähigkeiten sind wichtiger

Fitness sei immer gut, sagte die Ministerin. Eine moderne Armee brauche aber ebenso die Fähigkeit zum vernetzten Arbeiten, soziale Kompetenzen, eine moderne "Unternehmenskultur" und ausgeprägtes Technikverständnis. "Für Menschen, die das bei der Bundeswehr einbringen wollen, dürfen wir nicht unnötige Hürden aufbauen", betonte sie.

Bundeswehr soll familienfreundlich werden

Von der Leyen hob hervor, dass die Bundeswehr immer ein besonderer Arbeitgeber sein werde, auch mit Blick auf die Auslandseinsätze. "Trotzdem müssen wir im Dienst zu Hause, der mehr als 90 Prozent des Alltags ausmacht, besser werden", sagte sie. Die Truppe müsse den "Anschluss an die moderne Arbeitswelt finden". Dies gelte bei Themen wie Teilzeit, mobiles Arbeiten, attraktive Karrierepfade und Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Von der Leyen hatte kurz nach ihrem Amtsantritt angekündigt, die Bundeswehr zu einem familienfreundlichen Unternehmen zu machen.

Die Reaktionen auf Twitter

Der Von-der-Leyen-Vorschlag erweist sich im Netz als gefundenes Fressen für Zyniker und Spaßvögel. Die Rede ist von "biggest looser jetzt auch beim Bund", oder es wird die Frage gestellt: "Was kommt als nächstes? Abiturienten?"

yps/AFP AFP

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