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Christian Lindner Comeback von ganz unten


Von Köln aus zurück an die Spitze? Christian Lindner bewirbt sich zwei Monate nach seinem Rücktritt als Generalsekretär um den Vorsitz im Kölner Bezirksverband. Der FDP-Politiker will an der Basis für die liberale Politik werben - und seine Partei retten.

Zwei Monate nach seinem Rücktritt als FDP-Generalsekretär hat sich Christian Lindner offiziell um den Vorsitz des größten Bezirksverbands seiner Partei beworben. Nach einer Reihe von Gesprächen habe er sich entschieden, in Köln für die Nachfolge des bisherigen Vorsitzenden Werner Hoyer anzutreten, heißt es in einem Brief, den Lindner jetzt an alle Spitzenfunktionäre des Bezirks geschrieben hat.

"In der schwierigen Lage unserer Partei" wäre es sein Anliegen, die öffentliche Präsenz der FDP zu verstärken und den unmittelbaren Austausch mit den Bürgern zu suchen, schreibt Lindner in seiner Bewerbung, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. "Viel Arbeit liegt vor uns, um wieder mehr und mehr Menschen im persönlichen Austausch neu für liberale Politik zu gewinnen." Die FDP ist derzeit von massivem Mitgliederschwund betroffen.

Keine Gegenkandidaten

Lindner ist bereits seit acht Jahren stellvertretender Bezirksvorsitzender in Köln. In Parteikreisen wird spekuliert, dass der 33-Jährige über Köln ein Comeback mit weiter gesteckten Zielen einleiten will. Weitere Kandidaturen lägen bislang nicht vor, sagte Bezirksgeschäftsführer Jörn Freynick am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Düsseldorf. Hoyers Nachfolger soll am 24. März in Wiehl gewählt werden.

Hoyer hatte sein Bundestagsmandat zum Jahreswechsel niedergelegt und ist seitdem Präsident der Europäischen Investitionsbank in Luxemburg. Eine Prüfung habe ergeben, dass er nach den Verhaltensregeln der Bank sein Parteiamt nicht behalten dürfe, hieß es aus der FDP.

vim/DPA DPA

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