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Bis zu 500 Euro im Monat Studierende in Notlage können Corona-Zuschüsse des Bundes ab Dienstag online beantragen

Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek - Corona-Zuschüsse
Das entscheidende Kriterium für die Corona-Zuschüsse sei die akute Notlage von Studierenden, so Bundesministerin Anja Karliczek
© Michael Kappeler / DPA
Studierende, die sich derzeit in einer "pandemiebedingten individuellen, akuten Notlage" befinden, sollen bis zu 500 Euro Corona-Zuschüsse im Monat erhalten. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.

Studierende, die durch die Pandemie in eine finanzielle Notlage geraten sind, können ab Dienstag Corona-Zuschüsse des Bundes online beantragen. Bis zu 500 Euro sollen Betroffene dann erhalten. Zurückzahlen müssen Studierende die Zuschüsse nicht, wie Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) in der "Augsburger Allgemeinen" vom Montag sagte.

Die Anträge würden dann vom jeweils vor Ort zuständigen Studenten- oder Studierendenwerk bearbeitet, sagte die Ministerin. Die Hilfe stehe Studentinnen und Studenten aus dem In- und Ausland zu, unabhängig von Alter und Semesterzahl. "Entscheidendes Kriterium ist die pandemiebedingte individuelle, akute Notlage", sagte Karliczek.

Auszahlungen möglicherweise schon Ende Juni

Ab Dienstag um 12 Uhr soll die Antragstellung über das Portal ueberbrueckungshilfe-studierende.de möglich sein, so der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks Achim Meyer auf der Heyde. "Wir haben jetzt das Antragstool, wir brauchen aber noch ein paar Tage, das Bearbeitungstool zu entwickeln", sagte der DSW-Generalsekretär. Ab dem 25. Juni solle die Bearbeitung der Anträge möglich sein. "Dann hoffen wir natürlich, auch im Juni noch auszahlen zu können."

Laut einer Erhebung des Deutschen Studierendenwerks gingen vor der Ausbreitung des Corona-Virus rund zwei Drittel der Studentinnen und Studenten einem Nebenjob nach, um ihr Studium zu finanzieren. Viele dieser Jobs, zum Beispiel in der Gastronomie, sind weggefallen.  

Corona-Zuschüsse immer wieder aufgeschoben

Oppositionspolitiker hatten die Bildungsministerin in den vergangenen Wochen immer wieder kritisiert, weil der Termin für die Beantragung der Zuschüsse immer wieder nach hinten verschoben wurde. Das Ministerium verwies darauf, dass es technisch aufwändig sei, ein neues Antragssystem aufzubauen.

Der FDP-Bildungsexperte Jens Brandenburg kritisierte die lange Vorbereitungsdauer: "Vier Monate nach den großen Nebenjobverlusten soll die erste Überbrückungshilfe fließen. Von einer Soforthilfe kann schon längst keine Rede mehr sein."

meh AFP

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