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Designierter Bundespräsident Gauck Trittin begeistert, Grünen-Basis zweifelt


Gemeinsam mit der SPD stellten die Grünen Joachim Gauck schon vor zwei Jahren zur Wahl des Bundespräsidenten auf. Jetzt, da ihr Kandidat von einer breiten Mehrheit getragen wird, zeigt sich die Partei gespalten über die Personalie Gauck.

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hält die Einigung auf Joachim Gauck als gemeinsamen Kandidaten von Regierung und den Oppositionsparteien SPD und den Grünen für die Wahl des Bundespräsidenten für einen großen politischen Erfolg seiner Partei. "Wir haben Frau Merkel nach der Abschaffung der Wehrpflicht, nach dem Atomausstieg auch in der Frage des Bundespräsidenten unsere Position aufgezwungen", sagte er der Tageszeitung "taz".

Für den Grünen-Politiker Memet Kilic ist Gauck dagegen "nicht wählbar". Mit seinem Lob für den früheren Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD), der mit ausländerkritischen Thesen Schlagzeilen machte, habe Gauck "das Vertrauen zerstört, das er geweckt hatte".

ono/DPA DPA

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