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Deutsche Einheit: Feiern zum Jahrestag

Mit einem "Sonderzug aus Pankow" kam der Sänger Udo Lindenberg nach Magdeburg und wurde auf dem Hauptbahnhof von Bundeskanzler Gerhard Schröder begrüßt.

Mit einem "Sonderzug aus Pankow" kam der Sänger Udo Lindenberg nach Magdeburg und wurde auf dem Hauptbahnhof von Bundeskanzler Gerhard Schröder begrüßt. Zuvor brachte der Zug in der Gemeinde Barby eine symbolisch aufgebaute "Mauer des lähmenden Pessimismus" zum Einsturz. Auf dem Domplatz der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt wollten Lindenberg und seine Musikerfreunde am Abend ein Konzert unter dem Motto "Powern statt Mauern" geben.

Die zentrale Feier zum Einheitstag, die in jedem Jahr in einem andern Bundesland ausgerichtet wird, fand zum ersten Mal seit 1990 in Magdeburg statt. Umrahmt wurde das Fest von zahlreichen Veranstaltungen rund um den Domplatz. Neben den anderen Bundesländern lud auch die Bundesregierung in einem Zelt zu Musik und Diskussionen ein. Unter dem Motto "Deutschland bewegt sich" waren unter anderen auch Verteidigungsminister Peter Struck und Verkehrsminister Manfred Stolpe dabei.

Bereits am Vorabend des Jahrestages war im Magdeburger Kloster Unser Lieben Frauen ein Ausstellung eröffnet worden, in der sich erstmals alle 27 deutschen Unesco-Welterbe-Stätten gemeinsam präsentieren. Ministerpräsident Böhmer, der auch amtierender Bundesratpräsident ist, empfing Bürgerdelegationen aus allen Bundesländern. Die jeweils 15 Mitglieder der Delegationen, die auch zu allen offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit eingeladen sind, wurden damit für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.