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DGB-Reformkommission Auflösung der privaten Krankenkassen gefordert


Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) stellt eine Senkung der Krankenkassenbeiträge um 2,5 Prozentpunkte durch eine neue Gesundheitsreform in Aussicht. Durch die Einführung einer Bürgerversicherung nach dem Vorschlag einer DGB-Reformkommission könnte der Satz für die gesetzliche Krankenversicherung auf 13 Prozent sinken.

Eine Bürgerversicherung würde nach Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) den Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung um bis zu 2,5 Prozentpunkte senken. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung, die der DGB einem Bericht der "Berliner Zeitung" zufolge am Montag vorstellen will. Grundlage der Berechnung ist demnach eine schrittweise Auflösung privater Krankenkassen, eine deutlich höhere Belastung von Gutverdienern sowie die Mitberechnung von Kapital- und Miteinnahmen. Der Vorschlag einer DGB-Reformkommission lag der Zeitung vor. Er soll demnach der derzeitigen Bundesratspräsidentin Hannelore Kraft (SPD) überreicht werden.

Zentraler Punkt des Konzepts ist den Angaben zufolge das Ende der privaten Vollversicherung. Beamte und Selbstständige sollen schrittweise in die gesetzlichen Kassen wechseln. Der DGB will die Beitragsgrenze deutlich erhöhen und Einkommen oberhalb der neuen Grenze mit einer zusätzlichen Abgabe in Höhe von etwa drei Prozent belasten. Dem Konzept zufolge würde zugleich von Arbeitgebern und Arbeitnehmern wieder ein gleich hoher Beitragssatz bezahlt werden. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat vor kurzem beschlossen, dass die Sätze voneinander entkoppelt werden und Arbeitnehmer Zusatzbeiträge leisten müssen, um höhere Kosten der Kassen auszugleichen.

Reuters/DPA DPA Reuters

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