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Ende der Spekulationen: Lafontaine will sich zu seinen Zukunftsplänen äußern

Linken-Chef Oskar Lafontaine wird voraussichtlich am Wochenende das wochenlange Rätselraten um seine politische Zukunft beenden. Lafontaine will am Samstag an einer Sitzung des Parteivorstandes in Berlin teilnehmen, wie ein Sprecher der Bundestagsfraktion am Freitag sagte.

Linken-Chef Oskar Lafontaine wird voraussichtlich am Wochenende das wochenlange Rätselraten um seine politische Zukunft beenden. Lafontaine will am Samstag an einer Sitzung des Parteivorstandes in Berlin teilnehmen, wie ein Sprecher der Bundestagsfraktion am Freitag sagte. Es werde erwartet, dass er sich dabei zu seinen eigenen Vorstellungen äußern werde.

Lafontaine hatte nach seiner Krebsoperation im November seine politische Zukunft offen gelassen. Unklar ist vor allem, ob er im Mai erneut für das Amt des Parteichefs kandidieren wird. Spekuliert wird auch darüber, dass sich Lafontaine künftig stärker auf die Politik in seiner saarländischen Heimat konzentrieren könnte. Seit der Landtagswahl im vergangenen Jahr steht er an der Spitze der Linksfraktion im Saarbrücker Landtag.

Der Linken-Sprecher wollte sich zu den Plänen Lafontaines nicht äußern. Dies sei alles "reine Spekulation". Es wird erwartet, dass der Parteichef am Samstagmittag seine Zukunftspläne auch der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Innerhalb der Linken war es in den vergangenen Wochen auch zu einem Machtkampf gekommen. Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch kündigte nach heftigen Rivalitäten mit Lafontaine seinen Rückzug als Geschäftsführer an. Fraktionschef Gregor Gysi hatte Bartsch zuvor öffentlich Illoyalität gegenüber Lafontaine vorgeworfen. Am Donnerstagabend wählte die Bundestagsfraktion Bartsch zu ihrem stellvertretenden Vorsitzenden.

AFP / AFP