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Entführung im Irak: Mahnwache für Susanne Osthoff

Etwa 200 Menschen kamen im bayrischen Ebersberg zu einer Mahnwache für die im Irak entführten Susanne Osthoff zusammen. Ihre Schwester, Anja Osthoff, appellierte an die Solidarität der Deutschen.

Im oberbayerischen Ebersberg haben am Sonntag rund 200 Menschen mit einer Mahnwache der im Irak entführten Susanne Osthoff gedacht und deren Freilassung gefordert.

Ihre Mutter, Ingrid Hala, appellierte erneut an die Geiselnehmer, ihre Tochter und deren Fahrer freizugeben. Die Entführer sollten berücksichtigen, was Susanne Osthoff für den Irak getan habe, und sie sollten "ein bisschen Menschlichkeit gebrauchen".

Sie würde jeden Tag unterrichtet, aber es dauere halt seine Zeit, sagte Hala weiter. "In so einem krisengeschüttelten Land ist das nicht so einfach, überhaupt an Informationen zu kommen." Auf Grund früherer Entführungen wisse man, dass das nicht in ein paar Tagen abgeschlossen sei. Sie vertraue den Verantwortlichen und sei sicher, dass alles für ihre Tochter getan werde.

Mahnwache in Berlin geplant

Die Schwester der Entführten, Anja Osthoff, hatte am Samstag an die Deutschen appellierte, sich stärker an den Mahnwachen zu beteiligen. Sie hoffe auf eine große Teilnahme an der geplanten Solidaritätsveranstaltung am Mittwochabend in Berlin, sagte die 35-Jährige. Am Samstagabend waren lediglich rund 30 Menschen zu einer Mahnwache in München gekommen.

Susanne Osthoff war am 25. November zusammen mit ihrem Fahrer auf der Fahrt von Bagdad in den Nordirak entführt worden. Die Geiselnehmer verlangen, dass Deutschland die Zusammenarbeit mit dem Irak einstellt. Das lehnt die Bundesregierung ab. Bis vor einer Woche hatte sie nach eigenen Angaben noch kein Lebenszeichen von Osthoff. Seither macht die Regierung aber keine Angaben mehr, ob es ihr gelungen ist, Kontakt zu den Entführern herzustellen und ob es ein Lebenszeichen von der 43-Jährigen gibt.

Reuters / Reuters