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Linken-Politiker: Warum sich Gregor Gysi für die Nackt-Kultur einsetzt

In einem Interview mit dem Magazin "Playboy" spricht Gregor Gysi über das Verschwinden der FKK in Ostdeutschland - seiner Heimat. Der Linken-Politiker will sich für die Wiederbelebung der Nackt-Kultur einsetzen.

Porträt des LINKEN-Politikers Gregor Gysi

Gregor Gysi wurde 1948 in Ostberlin geboren - FKK war zu jener Zeit weit verbreitet, vor allem in Ostdeutschland

Linken-Politiker Gregor Gysi bedauert, dass die schrittweise aus Ostdeutschland verschwinde. "In manchen Punkten war die DDR prüder und in anderen war sie weiter", sagte er der Zeitschrift "Playboy".

Die Hintergründe habe ihm ein Sexualwissenschaftler erläutert, so . Einer der Gründe sei demnach, "dass die Westmänner teilweise mit einem pornografischen Blick kämen". Außerdem wollten sich Frauen "beim FKK ja nicht vorführen". Hinzu kämen Hotelinvestoren, die darauf drängten, dass "die Nackten verschwinden". Das findet der 69-Jährige schade, "denn die Freikörperkultur hatte Niveau", sie sei auch nicht wirklich erotisch. "So ein Bikini kann viel erotischer als FKK sein."

Gregor Gysi bleibt selbst lieber angezogen

Der Linken-Politiker macht Wahlkampf am FKK-Strand - selbst ausziehen würde er sich dort aber nicht mehr. "Ich bin jetzt 69 Jahre. Alles hat Grenzen", sagte er der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag, die ihn zum Berliner Strandbad Müggelsee begleitet hatte. "Wenn überhaupt, findet FKK bei mir nur noch zu Hause statt."

Innerhalb seiner eigenen Partei will sich Gysi nun für die Wiederbelebung der Nackt-Kultur einsetzen: "Ich hake bei unseren Kommunal-Politikern nach, ob sie FKK in ihrem Kreis anbieten."


sve / DPA / AFP
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