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Gerüchte um Job für Roland Koch: Roland, der Baumeister?

"Bild" meldet exklusiv: Hessens Ministerpräsident Roland Koch wird Chef des Baukonzerns Bilfinger + Berger. Der Konzern und Koch dementieren. Es darf munter spekuliert werden.

Sein Abgang war ein Donnerschlag: Im Mai verkündete Roland Koch, 52, Ministerpräsident von Hessen, für fast alle komplett überraschend seinen Abschied aus der Politik. Ende August ist es soweit. Dieser Tage ließ er sich, wie früher schon häufiger, noch einmal dabei fotografieren, wie er während einer Hessen-Reise bei McDonald's einkehrt und Cheeseburger und eine mittlere Pommes isst - und ein kleinen Salat. Doch dann ist Schluss mit lustig und mit Angie-Ärger und mit Rambo-Politik und mit allen anderen brutalstmöglichen Dingen.

Und so fragt sich jeder: Was macht der 52-Jährige ab dem 1. September? Glaubt man Koch und seinem Sprecher, erstmal gar nichts: "Ministerpräsident Koch hat nirgendwo etwas zugesagt, er hat keinerlei Verhandlungen mit irgendwem geführt und nicht mal entschieden, welche berufliche Richtung er jenseits der Politik einschlägt. Es bleibt dabei: Er wird sich Anfang November entscheiden, was er zukünftig machen wird." Koch selbst äußerte sich am Nachmittag: "Es bleibt bei dem, was ich immer gesagt habe - dass ich vor dem 1. September keine Verhandlungen führe." Er habe noch niemandem etwas zugesagt.

Die "Bild"-Zeitung meldet heute hartnäckig etwas anderes: "Exklusiv! Roland Koch wird Vorstands-Chef". Demnach stehe fest, dass er im Spätherbst oder Anfang 2011 Chef von Bilfinger + Berger wird. Der jetzige Vorstandsvorsitzende Herbert Bodner soll dann in Pension gehen. Auch Kochs Auftrag stehe schon fest, so "Bild": "Umbau der einstigen Tiefbaufirma zum Handelshaus mit Weltgeltung."

Erst vergangene Woche hatten einige Politiker gefordert, Koch werde dringend in der desorientierten schwarz-gelben Regierung in Berlin als Minister gebraucht. Genug Optionen scheint der Mann also zu haben. Bis Anfang November dürfte es spannend bleiben.

tho/DPA/Reuters / DPA / Reuters
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