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Geständnis: Levkes Mörder gesteht weitere Morde

Die Polizei sucht zurzeit in Bremerhaven fieberhaft nach weiteren Opfern von Mark Hoffmann. Den Hinweis auf die Opfer lieferte der mutmaßliche Mörder selbst.

Marc Hoffmann, der mutmaßliche Mörder der Kinder Levke und Felix, hat nach Angaben der Polizei möglicherweise fünf weitere Menschen getötet. Bei den Opfern soll es sich sowohl um Kinder als auch Erwachsene handeln.

Hoffmann hatte Anfang Dezember bei der Polizei den Mord an der acht Jahre alten Levke aus Cuxhaven gestanden. Einen Monat später hatte er in einer Erklärung seiner Anwälte auch den Mord an Felix eingeräumt. Kurze Zeit später wurde der 31-Jährige aus dem Gefängnis in Stade nach Oldenburg verlegt.

Geständnis gegenüber Mithäftling

Im Gefängnis von Stade hat der zweifache Kindermörder offenbar gegenüber einem Mitgefangenen ein Geständnis gemacht. Diesem Häftling habe er laut Polizei detaillierte Angaben über weitere Morde geliefert und genau beschrieben, wo er seine Opfer versteckt habe. Die Sonderkommission Levke sei mit diesem Wissen bislang nicht an die Öffentlichkeit gegangen, weil zunächst unklar gewesen sei, ob Hoffmann oder der andere Gefangene tatsächlich die Wahrheit gesagt hätten, teilte ein Polizeisprecher mit. Im Hintergrund habe die Soko aber intensiv versucht, die Aussagen zu erhärten.

Auf Grund der Aussage des Mithäftlings habe die Polizei auch die groß angelegte Suchaktion am Stadtrand von Bremerhaven gestartet, die heute fortgesetzt werden sollte, sagte der Sprecher. Zwei Hundertschaften hatten bereits gestern zunächst ohne Ergebnis mit Leichenspürhunden, Schaufeln und Baggern ein 13 Hektar großes unbebautes, zum Teil aus Waldflächen bestehendes Areal am Stadtrand von Bremerhaven durchsucht.

Polizei macht keine Angaben

Zu den einzelnen Fällen wollte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben machen. Nach Berichten der "Nordsee-Zeitung" soll Hoffmann zwei weitere Kinder aus Ostdeutschland sowie zwei Anhalterinnen und eine ältere Frau getötet haben. Außerdem gebe es Andeutungen über eine tote Frau auf einem Bundeswehrübungsplatz.

DPA/AP / AP / DPA