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Gipfeltreffen: Was die Hubers zur Linken sagen

Sie heißen allesamt Huber - bitte, da kann schon mal Verwechslungsgefahr bestehen. Der stern bat sie zum Gipfel: Erwin, den CSU-Chef, Berthold, den IG-Metall-Vorsitzenden, und Wolfgang, den EKD-Ratsvorsitzenden. Resultat: ein heftiger Disput über Gerechtigkeit und die Linkspartei.

Von Axel Vornbäumen

Gibt man den Namen "Huber" bei Google ein, dann taucht als erster Erwin auf, der CSU-Chef, gefolgt von Wolfgang, dem Bischof. Mit einigem Abstand erst kommt Berthold, der Gewerkschafter. Ist das gerecht? Wie man's nimmt. Für Bischof Huber ist es eher eine Frage, die sich aus den ungeschriebenen Regeln der Medienwelt ergibt: "Wenn ich so oft in der Zeitung vorkäme, wie sich Erwin Huber bemüht, in der Zeitung vorzukommen, dann würde ich innerkirchlich erhebliche Kritik auf mich ziehen", frozzelte der Bischof in Richtung des CSU-Chefs. Der nahm es gelassen: "Herr Bischof, wenn mich keiner kennen würde, hätte ich was falsch gemacht." Huber (der Politiker) muss an die Öffentlichkeit, so oft es nur geht - und nur manchmal erschrickt er morgens, dann nämlich, wenn er im Radio hört, dass er angeblich mal wieder die 35-Stunden-Woche gefordert hat. Das aber war dann Huber, der Gewerkschafter. Im stern-Gespräch belehrte Bertold Huber den CSU-Chef, dass es zum Erschrecken keinen Grund gebe, wenn "Huber etwas Vernünftiges fordert."

Das Problem Gerechtigkeit

Alle drei treibt das Thema Gerechtigkeit um. Beim "Gipfel-Gepräch" wurde indes sehr schnell deutlich, dass ein jeder etwas anderes darunter versteht. "In der Frage der Verteilung von Reichtum und Vermögen, vor allem in der Frage der Teilhabe an Bildungschancen, die ja die Bedingung für ein gutes Leben ist, haben die Verantwortlichen versagt", kritisiert IG-Metall-Chef Huber. Auch Bischof Huber sieht beim Bildungswesen viel im Argen: "Es ist wahrscheinlicher in unserem Bildungswesen abzusteigen, als aufzusteigen. Wir müssen uns eingestehen, dass wir nicht das Maß an Gerechtigkeit herstellen, zu dem wir eigentlich fähig wären". Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche bemängelte überdies, dass sich das "Auseinanderdriften innerhalb der Gesellschaft verstärkt" habe. "Wir haben Jahre hinter uns, in denen das reale Durchschnittseinkommen gesunken ist". Da musste sogar CSU-Chef Erwin Huber klein beigeben: "Es stimmt, in den letzten Jahren ist die Vermögensverteilung tendenziell wieder ungerechter geworden." Ganz so ungeschminkt wollte des CSU-Vorsitzende diese Diagnose allerdings nicht stehen lassen: "Der Langzeitvergleich ist ganz eindeutig: Früher waren wir eine arme Gesellschaft, heute sind wir insgesamt eine Wohlstandsgesellschaft, auch wenn es immer noch Armut gibt."

"DVU und Linkspartei"

Heftigen Disput gab es unter den drei Hubers bei der Frage, wie sehr das Erstarken der Linkspartei mit dem gefühlten Mangel an Gerechtigkeit in der Gesellschaft zu tun habe. CSU-Chef Erwin Huber setze die Wähler der Linkspartei mit den Anhängern rechtsextremistischer Parteien gleich: "Für mich haben Menschen, die etwa auf Rechtsextremisten wie NPD und DVU oder auch auf die Linke abfahren, einen Mangel an Verantwortung. Es ist nicht nur Aufgabe der herrschenden Politik, für bessere Verhältnisse zu sorgen; ich sehe die Verantwortung auch bei den Menschen." Bischof Huber widersprach an dieser Stelle heftig: "Es hat keinen Sinn, die Wähler zu beschimpfen." Man müsse die Motive ernst nehmen, aus denen heraus die Menschen auf die Linke zugehen. "Ignorieren," so Wolfgang Huber, "gilt nicht." Dem schloss sich auch der IG-Metallchef an: "Tabuisieren geht auch nicht."

Versöhnlich wurde es unter den Dreien erst wieder am Ende. Gefragt, wie es denn um den Zustand der Gesellschaft bestellt wäre, wenn eine ihrer Organisationen von der Bildfläche verschwände, antwortete der CSU-Chef blitzschnell: "Alle drei Organisationen sind unverzichtbar."

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.