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Glosse: Wie Bayern den "Grömaz" abspeist

Es ist fast schon unwürdig, wie der Freistaat Bayern seinen ehemaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber abspeist. Die Ausstattung seiner 13 Büroräume ist des Größten Ministerpräsidenten aller Zeiten einfach nicht würdig, findet Rupp Doinet.

Ich hatte einen Traum. Mir ist der Günter Beckstein erschienen, vor einem Bildnis seines Vorgängers Edmund Stoibers. "Oh Edmund Rüdiger, da du hangest", hat der Beckstein zu dem Bild gesagt und es antwortete: "Oh Franke Günter, da du prangest. Wenn das der Franz Josef Strauß wüsste, das Herz im Leibe würde ihm zerspringen".

Solche Nächte gibt es, wenn man zuvor in der Zeitung gelesen hat, wie schnöde der Freistaat Bayern, also die CSU, den größten Ministerpräsidenten aller Zeiten ("GRÖMAZ") Dr. Edmund Stoiber einfach so abspeist.

DNS von Franz Josef Strauß selig klebt noch dran

Gerade mal 13 Büroräume in der Wagmüllerstraße 18, nicht weit von der Staatskanzlei, haben sie ihm zugewiesen. Mit lediglich zwei Sekretärinnen muss er sich nun vier Jahre lang befassen, zwei Beamten, einem Fahrer, nicht mal zu einem Logopäden hat es gereicht. So um eine halbe Million Euro kostet das pro Jahr, das sind knappe zehn Meter Transrapid. Und erst das Mobiliar. Erlenwurzelholz im Empire und die DNS von Franz Josef Strauß selig klebt auch noch dran.

Edi, hat der Beckstein gesagt, der ihn zusammen mit dem Erwin Huber aus der Staatskanzlei vertrieben hat, Edi, die müssen raus, die nimmst jetzt mit und die Büste vom Franz Josef gleich noch dazu. Denn im Erlenwurzelgehölz da hat der Franz Josef Strauß den Günter Beckstein immer zur Schnecke gemacht und mit diesen unguten Vibrations wollte der sich natürlich nicht mehr umgeben.

Was hätte er alles werden können

Dass die SPD nun von "Größenwahn" redet und die Grünen sich ziemlich erregen - geschenkt! Wobei die völlig vergessen, wie bescheiden der Weltpolitiker aus Wolfratshausen in Wirklichkeit doch ist. Jederzeit hat er gesagt: "Meine Heimat ist die Leberkäsetage". Und was hätte er alles werden können. Bundespräsident, UN-Generalsekretär, FIFA-Präsident, Cheftrainer des FC Bayern? Paaaapst????. Und begnügt sich nun damit, bei der EU in Brüssel eine Art unbezahlter Putzteufel zu sein, der die Bürokratie abstauben soll und gleichzeitig in der Wagmüllerstrasse 13 in München Gesamtverantwortung für Bayern, Deutschland und die Welt auf sich nimmt. Mit nur zwei Sekretärinnen in 13 Räumen.

Was ist denn aus Bayern geworden im Jahr 1 nach IHM? Ein Land mit einem Tandem ganz oben, das "Plisch" und "Plum" gerufen wird und seltsame Signale in die Welt sendet. Der Günter Beckstein etwa, gemessen an Edmund Stoiber ein rhetorischer Kaltblütler, hat gerade der Weltpresse offenbart, dass er "U-Bahn fährt".

Stoibers Segenshand waltet nicht mehr

Was die "Heimaterde Vaterland" verloren hat, seit Stoibers Segenshand nicht mehr über ihr waltet, am 6. Februar, dem politischen Aschermittwoch wird es offenbar. Da kommt das Tandem mit Mpffdada-Blasmusik zu Freibier und Holz vor der Hütt'n nach Passau um die Weltlage zu erklären. Falls es einen interessiert.

Denn die wahre Blasmusik, die spielt in den "Ratsstuben" zu Geretsried, am Karl-Lederer-Platz 1. da steht am Abend der leibhaftige Stoiber, also das Original, vor dem Ortsverband und feiert bei Mpffdada, Freibier und Holz vor der Hütt'n politischen Aschermittwoch.

Unbezahlbar ist das.