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Hartz-IV-Empfänger: Zwei Millionen Deutsche leben dauerhaft von der Stütze

Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbunds bezogen im vergangenen Jahr 6,1 Millionen Menschen Hartz IV. Ein Drittel von ihnen bekommt dauerhaft Hilfe vom Staat. Die meisten leben in Brandenburg.

Trotz der guten Wirtschaftslage sind Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) zufolge etwa zwei Millionen Deutsche langfristig Bezieher von Hartz-IV-Leistungen. Die Leistungsempfänger im erwerbsfähigen Alter seien "nahezu dauerhaft auf staatliche Fürsorgeleistungen angewiesen", zitierte die "Rheinische Post" aus Düsseldorf am Mittwoch aus einer DGB-Untersuchung auf Grundlage von Daten der Arbeitsverwaltung. Demnach unterstützte der Staat im vergangenen Jahr 6,1 Millionen Bürger mit Hartz-IV-Leistungen. Von ihnen seien 4,4 Millionen im erwerbsfähigen Alter gewesen.

Mehr als zwei Drittel der Hartz-IV-Empfänger im erwerbsfähigen Alter seien in den vergangenen zwei Jahren mindestens 21 Monate hilfebedürftig gewesen, berichtete die Zeitung weiter. Fast die Hälfte der Leistungsempfänger im erwerbsfähigen Alter beziehen seit 50 Monaten und länger staatliche Fürsorge.

In Bayern und Baden-Württemberg zählten 37 Prozent der Hartz-IV-Empfänger im erwerbsfähigen Alter zur Gruppe derer, die 50 Monate und länger auf Leistungen angewiesen seien. Den Spitzenplatz belege mit 73 Prozent Brandenburg. Der Durchschnitt liegt demnach bei 46 Prozent.

jat/AFP / AFP