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KANZLERAMT: Verhaltene Reaktionen der Besucher

Das neue Kanzleramt in Berlin ist nach vier Jahren Bauzeit eröffnet - die Reaktionen der ersten Besucher fielen aber verhalten aus.

Das Bundeskanzleramt ist eröffnet - die Reaktionen der ersten Besucher fielen verhalten aus. Eine Auswahl von Reaktionen zur Eröffnungsfeier.

»Der Kanzler fremdelt halt immer noch ein Stück. Er wird sich das Haus einverleiben, und dann wird er am Ende wissen, welches Instrument er hier in die Hand bekommen hat. Die ganze Republik wird am Ende merken, was für ein Geschenk sie hier gekriegt hat.« (Axel Schultes, Kanzleramtsarchitekt)

»Am Ende entscheiden die Regierenden und die Regierten darüber, was dieser Bau ist und wie er wahrgenommen wird. Und das ist auch gut so denke ich.« (Bundeskanzler Gerhard Schröder, SPD)

»Unser Selbstbewusstsein als erwachsene Nation, die nicht über, aber auch nicht unter anderen Völkern stehen möchte, müssen wir nicht in Stein meißeln.« (Kanzler Schröder)

»Von außen her in der Wucht und den Ausmaßen ist das Kanzleramt gewiss gewöhnungsbedürftig. Aber ich bin auch der Überzeugung, dass die Berliner sich daran gewöhnen, zumal man ja sich daran erinnern muss, Berlin verlangt offensichtlich andere Formate.« (Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, SPD)

»Ich finde die Kantine wunderbar. Ich glaube, es ist die schönste Kantine Berlins.« (Doris Schröder-Köpf, Ehefrau des Bundeskanzlers)

»Die Funktionalität kann ich jetzt noch nicht beurteilen, wir fangen ja gerade erst an. Das endgültige Urteil über das Bauwerk würde ich erst in ein paar Jahren fällen wollen.«(Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin, SPD)

»Ich finde, es ist ein sehr schöner, leichter, prunkvoller Bau. Er gefällt mir gut. Er hat sehr viel Licht. Vielleicht ist es dem einen oder anderen ein bisschen zu groß geraten - die Berliner sagen XXL. Ich denke, wenn wir hier auf die Dauer leben und arbeiten, wird das Gefallen noch zunehmen.« (Bundesinnenminister Otto Schily, SPD)

»Es ist ein bisschen sehr groß. Am meisten Gedanken hab ich mir jetzt über die Felsenbirnen gemacht, die da oben auf den Betonstelen sind. Wer wird sie ernten und wie werden sie da oben beschnitten?« (Verbraucherschutzministerin Renate Künast, Bündnis 90/Grüne)

»Eine Demokratie, eine starke Demokratie muss sich auch widerspiegeln in seinen Gebäuden.« (Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen, CDU)

»Wenn ich das Kanzleramt anschaue, weiß ich gar nicht, warum da alle rein wollen.« (Guido Westerwelle, designierter FDP-Vorsitzender)