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Klimaprotest Landebahn am Münchner Flughafen zwischenzeitlich gesperrt: Aktivisten der "Letzten Generation" kleben sich an Rollfeld fest

Ein Aktivist der Gruppe "Die letzte Generation" klebt seine Hand auf einen Zebrastreifen (Archivbild)
Ein Aktivist der Gruppe "Die letzte Generation" klebt seine Hand auf einen Zebrastreifen (Archivbild)
© Matthias Balk / DPA
Wieder machen die Klimaaktivisten der "Letzten Generation" mit einer radikalen Protestaktion von sich reden. Nach Angaben des Münchner Flughafens haben sich Aktivisten am Rollfeld festgeklebt. Ein zeitgleicher Versuch in Berlin scheiterte offenbar. 

Wegen eines Klimaprotests ist nach Angaben des Münchner Flughafens am Donnerstag zwischenzeitlich eine der beiden Start- und Landebahnen des Airports gesperrt worden. Laut einem Sprecher des Flughafens hatten sich Aktivisten am Rollfeld im Norden des Flughafens festgeklebt. Die Bahn sei jedoch bereits nach relativ kurze Zeit wieder freigegeben werden, wie ein Flughafensprecher sagte. "Die sind sehr schnell von der Bundespolizei wieder entfernt worden." Auch weil die südliche Start- und Landebahn durchgehend in Betrieb war, habe es keine Annullierungen von Flügen und nur geringfügige Verspätungen gegeben, hieß es weiter. Die Aktivisten seien festgenommen worden. 

Die Gruppe "Letzte Generation" zeigte sich für die Aktion am Donnerstag verantwortlich. "Wir sind immer bereit für konstruktive Gespräche, so wie auch gestern mit dem bayerischen Innenminister (Joachim Herrmann). Aber was wir angesichts der drohenden Klimahölle brauchen, sind Handlungen und nicht nur leere Worte", sagte Sprecherin Aimée van Baalen.

Die Gruppe, die zuletzt auch häufig Straßen in München und Berlin blockierte, verlangt von der Bundesregierung einen besseren Klimaschutz und fordert unter anderem ein Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen und ein 9-Euro-Bahnticket für ganz Deutschland.

Klebe-Aktion am Berliner Flughafen misslingt offenbar

Wie die "Letzte Generation" auf Twitter mitteilte, sollen sich Mitglieder der Bewegung auch auf der Rollbahn des Berliner Flughafens festgeklebt haben. Es es gebe "keine Gefährdungslage durch uns", so die Aktivisten. Die Protestgruppe teilte mit, Mitglieder seien in das Gelände eingedrungen und befänden sich auf dem Rollfeld des Flughafens.

Nach Angaben des Flughafens gelang ihnen die Störung jedoch nicht. Der Flugbetrieb sei nicht beeinträchtigt gewesen, sagte eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Berlin am Donnerstagvormittag. "Der Einsatz ist beendet." Zwei Klimaaktivisten hätten sich zuvor Zutritt zum Sicherheitsbereich des Flughafens verschafft und seien auf das Rollfeld gelangt. Dort hätten sie sich festgeklebt. Sechs andere Klimaaktivisten seien nicht auf das Flughafengelände gelangt.

"Wir haben schnell reagiert", sagte die Sprecherin der Bundespolizei. Seit dem vergangenen Vorfall am Flughafen BER seien die Kräfte verstärkt worden. Am 24. November hatten die Klimaaktivisten den Flugbetrieb auf dem Berliner Flughafen für fast zwei Stunden lahmgelegt. Mehrere Menschen verschafften sich durch einen Zaun einen Zugang zum Gelände. Einige von ihnen klebten sich am Boden fest. Der Flughafen stoppte den Betrieb auf beiden Start- und Landebahnen.

Bereits Ende November hatte die Gruppierung den Berliner Hauptstadtflughafen BER für fast zwei Stunden lahmgelegt. Damals verschafften sich zwei Gruppen bestehend aus jeweils mehreren Menschen Zugang zum Flughafengelände. Einige von ihnen hatten sich nach Polizeiangaben am Boden festgeklebt. Die Gruppe selbst teilte mit, dass einige Aktivisten mit Fahrrädern über das Gelände gefahren seien. Der Berliner Flughafen hatte den Betrieb auf beiden Start- und Landebahnen gestoppt.

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yks DPA

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