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Mord an Filmemacher van Gogh: Spur weist nach Deutschland

Hamburg - Bei den Ermittlungen nach den Hintermännern des Mordes an dem niederländischen Filmemacher Theo van Gogh führt eine heiße Spur nach Deutschland. Der 45-jährige Reduan al Issar, der sich auch Abu Khaled nennt, ist nach Ansicht der holländischen Ermittlungsbehörden einer der Drahtzieher hinter der Bluttat. Wie der stern berichtet, wohnte al Issar mit Unterbrechungen seit 1997 im Asylbewerberheim im sauerländischen Olsberg. Als Wanderprediger und Drogenhändler pendelte er zwischen Holland und Deutschland.

In Den Haag lebte Reduan al Issar zeitweise in einer Wohnung mit dem Mörder van Goghs, dem Marokkaner Mohamed Bouyer, 26. Voriges Jahr stand Issar zusammen mit vier weiteren Islamisten in Den Haag vor Gericht. Sie hatten Anschläge auf jüdische Einrichtungen geplant. Issar wurde freigesprochen. Er wurde von den holländischen Behörden nach Deutschland abgeschoben, landete wieder in Olsberg, beantragte erneut Asyl und verschwand im Mai dieses Jahres spurlos.

Nach Issar, der behauptet Syrer zu sein, wird seit Ende voriger Woche international fahndet. Er soll Mitglied der ägyptischen Terrororganisation Takfir Wal Hijra sein. Mitglieder der Gruppe ermordeten 1981 den ägyptischen Präsidenten Anwar Sadat. Heute werden sie dem irakischen Al Quaida-Ableger von Musab al Zarqawi zugerechnet.

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