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Neuer Oberbürgermeister in Wiesbaden CDU mit nächster Niederlage gegen die SPD


Bei der Stichwahl zum Oberbürgermeister in Wiesbaden hat sich Sven Gerich von der SPD überraschend gegen Helmut Müller von der CDU durchgesetzt. Die CDU muss eine erneute Wahlniederlage einstecken.

Die CDU hat erneut eine Niederlage bei Wahlen in einer deutschen Großstadt hinnehmen müssen. In der Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt von Wiesbaden setzte sich am Sonntag überraschend der SPD-Kandidat Sven Gerich gegen den Amtsinhaber Helmut Müller (CDU) durch. Laut vorläufigem Endergebnis erhielt Gerich 50,8 Prozent der Stimmen, auf Müller entfielen 49,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung in der hessischen Landeshauptstadt betrug 34,1 Prozent.

Nach dem ersten Wahlgang am 24. Februar hatte Müller mit 48 Prozent noch klar vor seinem Herausforderer Gerich gelegen, der damals auf 38,4 Prozent kam. "Ich bin überwältigt und sprachlos", kommentierte Gerich seinen Wahlerfolg auf der Internetseite der SPD Wiesbaden.

Die CDU hatte zuletzt in mehreren Großstädten bei Oberbürgermeister-Wahlen schmerzhafte Niederlagen kassiert. So setzte sich vor knapp einem Jahr in Frankfurt am Main der SPD-Politiker Peter Feldmann in der Stichwahl überraschend gegen den hessischen Innenminister Boris Rhein (CDU) durch. Im vergangenen Oktober verlor die CDU auch den Chefsessel im Rathaus von Stuttgart. Zum OB der baden-württembergischen Landeshauptstadt wurde damals der Grünen-Politiker Fritz Kuhn gewählt.

jat/AFP AFP

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