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Präsident trennt sich von Sprecher: Wulff tritt vor die Kameras

Zwei Tage vor Weihnachten kommt Bewegung in die Affäre Wullf: Der Bundespräsident will sich am Nachmittag öffentlich äußern, nachdem er sich von seinem Sprecher getrennt hat.

Hochspannung am Donnerstagnachmittag: Bundespräsident Christian Wulff hat angekündigt, um 15.30 Uhr im Berliner Schloss Bellevue eine Erklärung abzugeben.

Sprecher bat um Entlassung

Wenige Augenblicke zuvor hatte das Präsidialamt auch bekannt gegeben, dass Olaf Glaeseker nicht mehr als Wulffs Sprecher fungiert. Glaeseker, ein langjähriger Vertrauter des Präsidenten, bat dem Vernehmen nach selbst um seine Entlassung. Im Zuge der Berichterstattung über den Privatkredit und die privaten Urlaubsreisen Christian Wulffs habe sich abgezeichnet, dass sich die Affäre nun auch auf das Privatleben Glaesekers ausweite, hieß es aus dem Umfeld des Präsidialamts. Glaeseker sei nicht bereit gewesen, eine solche öffentliche Erörterung seines Privatlebens hinzunehmen.

Der Präsident steht seit Tagen in der Kritik: Ihm werden seine engen Beziehungen zu Unternehmern vorgeworfen, immer wieder werden auch neue Details seiner Freundschaften bekannt.

Weihnachtsansprache schon im Kasten

Am Mittwoch hatte Wulff in Bellevue seine Weihnachtsansprache aufgezeichnet, in der er offenbar keine Stellungnahme zu der Kreditaffäre abgibt. Die Rede soll am Sonntagabend ausgestrahlt werden, darin geht es vor allem um den Zusammenhalt in der Gesellschaft und in Europa.

Am Donnerstag gab die Staatsanwaltschaft Hannover bekannt, dass sie wegen des umstrittenen Kredits des Unterenehmerehepaars Geerkens keine Ermittlungen aufnehmen werde.

fw/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters