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Rente mit 67 Von der Leyen: Erhöhung des Rentenalters ist fairste Lösung


Die Bundesregierung hält an der Rente mit 67 fest. Dazu billigte das Bundeskabinett am Mittwoch den Bericht von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen über die Beschäftigungssituation Älterer.

Sozialministerin Ursula von der Leyen hat sich erneut gegen höhere Rentenbeiträge ausgesprochen. "Ich finde das ungerecht für die jüngere Generation", sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Die jüngere Generation müsste dann für die geburtenstarken Jahrgänge deutlich mehr zahlen, das sei nicht fair. "Wir, die Baby-Boomer-Generation, sind viele. Wir werden zahlreich in Rente gehen, und die Jüngeren, die weniger sind, werden dafür arbeiten müssen", fügte von der Leyen hinzu. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte dafür plädiert, die Beiträge um 0,6 Prozentpunkte anzuheben und dafür auf die Rente mit 67 zu verzichten.

Eine Erhöhung des Rentenalters ist von der Leyen zufolge jedoch die fairste Lösung, um die Rentenlasten gerecht zu verteilen. Allerdings müsse es Einschränkungen geben. "Den schwer arbeitenden Menschen kann man nicht zumuten, bis 67 zu arbeiten", sagte die Ministerin weiter. Diese Menschen sollten ab einem bestimmten Alter nicht mehr körperlich tätig sein, sondern könnten stattdessen aufgrund ihrer Arbeitserfahrung etwa im Bereich der Ausbildung, des Verkaufs oder der Beratung tätig werden.

Der Bericht der Regierung zur Rente mit 67 ist am Mittwoch Thema im Bundeskabinett. Von der Leyen will mit den neuesten Statistiken zum Arbeitsmarkt für Ältere belegen, dass die Erhöhung des Rentenalters ab 2012 starten kann.

Auch der Koalitionspartner FDP steht weiter zur Rente mit 67. Zwar gebe die derzeitige Beschäftigungsquote der Älteren Anlass zur Sorge, langfristig gebe es aber zu einer Erhöhung des Renteneintrittsalters "keine realistische Alternative", sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Allerdings sei die FDP für mehr Flexibilität beim Eintritt in den Ruhestand. So soll es aus Sicht der Liberalen für diejenigen, die finanziell dazu in der Lage sind, möglich sein, auch früher aus dem Arbeitsleben auszuscheiden. Wer allerdings früher in Rente gehen wolle, müsse gewisse Abschläge in Kauf nehmen, sagte Lindner.

APN/DPA DPA

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