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Youtuber Drittes "Zerstörungs"-Video online: Rezo nimmt die politische Korruption aufs Korn

Rezo
Rezo hat am 18. September auf Youtube die "Zerstörung Teil 3 – Finale: Korruption" veröffentlicht
© Henning Kaiser / Picture Alliance
Kurz vor dem dritten Triell hat Rezo sein drittes Video zur Wahl veröffentlicht. In seinem längsten Beitrag geht es geht um Lobbyismus, Parteispenden und Korruptionsaffären. Eine Partei kommt dabei besonders schlecht weg.

"In diesem Video geht es um krasse Korruption und Machtmissbrauch in der Politik", sagt der Youtuber Rezo gleich zu Beginn. Nachdem er in den vergangenen Wochen zwei Videos mit den Titeln "Zerstörung Teil 1: Inkompetenz" und "Zerstörung Teil 2: Klima-Katastrophe" hochgeladen hat, folgte am Samstag der bereits angekündigte finale Clip: "Zerstörung Finale: Korruption".

Der Mann mit dem blauen Haarschopf war kurz vor der Europawahl 2019 einem breiten Publikum bekanntgeworden, als er mit dem Video "Zerstörung der CDU" Aufmerksamkeit erregt hatte. Mit seinem neuen Dreiteiler mischt der Nannen-Preisträger im Vorfeld der Bundestagswahl am 26. September mit und spricht besonders die jungen Wähler an.

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"Auch in diesem Video geht es grundsätzlich um alle Bundestagsparteien. Aber wenn fast alle krassen Fälle bei einer Partei vorkommen, dann muss man für eine neutrale Betrachtung natürlich fast nur über diese Partei reden – alles andere wäre unjournalistisch", so Rezo.

In den 40 Minuten geht es zunächst um das Mitverdienen beim Maskengeschäft. Er gibt Beispiele, wie CDU-Politiker üppige Vermittlungsprovisionen bis zu einer Höhe von 11 Millionen Euro kassierten – auf Kosten der Steuerzahler.

Dann folgen die Dauerthemen Parteispenden und Intransparenz. Neben dem Skandal um den Bundesabgeordneten Philipp Amthor greift er sogar in die Mottenkiste zurück, auf die Mövenpick-Affäre und Parteispenden an die FDP im Jahre 2009, die kurz darauf die Mehrwertsteuer für Hotels politisch durchsetzte.

Das Beratergeschäft im Bundestag boomt

Einfluss auf Politiker nehmen Firmen auch mit Beraterverträgen und Anstellungen, sodass die Abgeordneten neben ihren Diäten regelmäßige Gehaltszahlungen kassieren. Teilweise geht es um legale Aufsichtsratstätigkeiten, aber auch um sechsstellige Beträge, mit denen Volksvertreter auf der "Payroll eines Kohlekonzerns" stehen.

Für ihn besteht der eigentliche Skandal darin, dass bei Regelverstößen die staatlichen Kontrollinstitutionen komplett versagen. Die Parteien CDU, CSU und FDP hätten in seinen Worten "mit Abstand am wenigsten Bock auf Regulierung und Transparenz".

Auch Olaf Scholz kommt in seinem finalen Video nicht gut weg. Rezo hebt etwa die lang zurückliegende Brechmittelaffäre aus Scholz' Zeit als Innensenator in Hamburg, seinen Erinnerungslücken im Cum Ex-Skandal mit der Hamburger Warburg Bank und seine Rolle in der Wirecard-Affäre heraus. Seine Vorwürfe belegt Rezo wie in den beiden anderen Videos mit einer ausführlichen Quellen-Liste.

Über die sozialen Medien verbreitet sich Rezos jüngster Beitrag in Windeseile. Inzwischen wurde Teil 3 schon mehr als eine Million Mal aufgerufen. User @SchmittJunior gab auf Twitter bereits am Samstag allen mit einem Tweet folgenden Rat. "Mein Vorschlag: Das blödsinnige #Triell sollte morgen ausfallen, stattdessen sollte man das neue Video von @rezomusik senden!"

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