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Kindeswohlgefährdung: Kinder gedemütigt und geschubst? Nach Vorwürfen gegen Erzieher: Rostock schließt zwei Kitas

Weil es den Schutz der betreuten Kinder nicht gewährleisten kann, hat das Jugendamt Rostock am Mittwoch zwei Kitas in der Stadt vorübergehend dicht gemacht. Offenbar steht ein Erzieher im Verdacht, Kinder gedemütigt und geschubst zu haben.

Rostock: Sandkasten einer Kita (Symbolfoto)

Zwei Kitas in Rostock entzog die Stadt die Betriebserlaubnis, da der Verdacht auf Kindeswohlgefärdung besteht (Symbolfoto)

DPA

Wegen des Verdachts der Kindeswohlgefährdung hat die Hansestadt Rostock dem Träger zweier Kitas die Betriebserlaubnis entzogen. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte, dass es ein Ermittlungsverfahren gegen einen Mitarbeiter der Kitas gebe. Dabei gehe es um drei Körperverletzungen und mehrere Verstöße gegen die Fürsorgepflicht. Weitere Details nannte er nicht.

Rostock: Vorübergehende Betreuung für betroffene Kinder

Nach Einschätzung des Jugendamtes gebe es erheblichen Grund zur Annahme, dass der Kinderschutz in beiden Einrichtungen nicht ausreichend gewährleistet sei, teilte die Stadt mit. Sie bezog sich bei ihrer Entscheidung auf die staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen, die diesen Schritt erforderlich gemacht haben. 

Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) sagte, es gebe aus derzeitiger Sicht im Falle des weiteren Betriebes der beiden Kitas keine Garantie für das Kindeswohl. Die Stadt bietet den rund 80 betroffenen Kindern ab Donnerstag eine vorübergehende Betreuung in vier anderen Einrichtungen an. Das berichtet die "Ostsee-Zeitung". 

meh / DPA