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Sachsen: Zweijähriger verhungert und verdurstet

Erneut ist in Deutschland ein verwahrlostes Kleinkind offenbar qualvoll ums Leben gekommen. Weil sie ihren zwei Jahre alten Sohn an Weihnachten verhungern und verdursten ließ, wurde eine 23-jährige Frau aus dem sächsischen Kirchberg bei Zwickau wegen Totschlagsverdacht festgenommen.

Nach Polizeiangaben vom Donnerstag wird der Mutter vorgeworfen, am Tod ihres Kindes durch Unterlassen schuldig zu sein. Sie werde am (morgigen) Freitag dem Haftrichter vorgeführt, sagte ein Behördensprecher. Die arbeitslose Frau rief am Zweiten Weihnachtstag den Notarzt und erklärte, dass es ihrem Sohn schlecht gehe. Der Arzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen. Eine Obduktion ergab, dass der Junge an Untergewicht litt. Zudem sei der Körper erheblich entwässert gewesen.

Erinnerung an Fall Lea-Sophie

An der Leiche seien keine Anzeichen äußerer Gewalt entdeckt worden. Der genaue Todeszeitpunkt sei derzeit aber noch nicht festzustellen, sagte der Sprecher. Nach seinen Angaben lebte die Frau alleine. Sie habe noch zwei weitere Kinder. Als der Notarzt eintraf und das tote Kind entdeckte, seien die beiden anderen Kinder ebenfalls in der Wohnung gewesen.

Ende November hatte der Fall der von ihren Eltern vernachlässigten Lea-Sophie aus Schwerin die Öffentlichkeit erschüttert. Das Kind wurde in äußerst kritischem Zustand von einem Notarzt in das Klinikum Schwerin gebracht, wo es trotz aller Rettungsversuche wenige Stunden später stirbt. Mutter und Vater werden festgenommen.

AP/kbe