VG-Wort Pixel

Kampf gegen Corona "Werde Weihnachten nicht mit Eltern und Geschwistern gleichzeitig zusammenkommen" – Spahn ruft zum Reise-Verzicht auf

Mehr
Wegen der Coronavirus-Pandemie haben sich viele Familien seit Monaten nicht gesehen. Soll man sich trotz der Gefahr an den Festtagen treffen? Gesundheitsminister Jens Spahn wirbt für Verzicht auf innerdeutsche Reisen zu Weihnachten auf.
  

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat zum Verzicht auf innerdeutsche Reisen zu Weihnachten aufgerufen. "Den Ort der Familienfeier in das Bundesland mit den großzügigsten Regeln zu legen, fände ich nicht richtig. Denn auch innerhalb der Familien kann Covid-19 ganz schnell gefährlich werden", sagte Spahn der "Neuen Osnabrücker Zeitung“.

"Ich werde Weihnachten zum ersten Mal, seitdem ich denken kann, nicht mit Eltern und Geschwistern gleichzeitig zusammenkommen", fügte der Minister hinzu. "Das ist sehr schade. Aber es hilft, das Virus in Schach zu halten."

Um die Ansteckungsgefahr im privaten Bereich zu minimieren, könne womöglich auch Gurgeln helfen, sagte Spahn. "Wissenschaftlich belegt ist das noch nicht. Aber die Idee dahinter ist, dass Gurgeln mit Mundspülungen aus in Alkohol gelösten ätherischen Ölen oder sogar Kochsalz die Viruslast im Mund-und-Rachen-Raum senken soll", sagte Spahn. "Ich gurgele ohnehin regelmäßig."

Eine Gurgel-Empfehlung wie die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene wollte Spahn zwar nicht aussprechen. "Aber schaden tut es sicher nicht."

Coronavirus-Pandemie kann bisher nicht eingedämmt werden

Trotz des aktuellen Teil-Lockdowns gelingt es in Deutschland nicht, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. So stieg die Zahl der Neuinfektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts im Vergleich zur Vorwoche erneut an. Laut RKI wurden binnen 24 Stunden 20.815 Ansteckungsfälle registriert und damit gut 3500 mehr als am Mittwoch vor einer Woche. Die Zahl der neuen Corona-Sterbefälle innerhalb eines Tages stieg hierzulande auf einen Höchststand von 590.

Inzwischen wird daher auch der Ruf nach einem harten Corona-Lockdown in der Zeit nach Weihnachten lauter. Nach der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina plädieren auch immer mehr Politiker dafür, im Kampf gegen die hohen Infektionszahlen nach den Festtagen einschneidende Einschränkungen zu erlassen. In Bayern gelten bereits von diesem Mittwoch an strengere Regeln wie Ausgangsbeschränkungen, Alkoholverbot in Innenstädten und Ausgangssperren in Hotspots.

anb AFP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker