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SPD-Politiker Ex-Ministerpräsident Reinhard Höppner gestorben


Der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reinhard Höppner, ist am Wochenende verstorben. Der SPD-Politiker litt an einer schweren Krankheit und wurde nur 65 Jahre alt.

Der frühere SPD-Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reinhard Höppner, ist am Wochenende gestorben. Das erfuhr die DPA vom ehemaligen Regierungssprecher und Höppner-Vertrauten Franz Stänner. Der SPD-Politiker war von 1994 bis 2002 Regierungschef von Sachsen-Anhalt.

Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" meldet, war Höppner 2006 erstmals wegen Krebs operiert worden, hatte die Krankheit jedoch nie besiegen können. Höppner wurde 65 Jahre alt. Der studierte Mathematiker führte von 1994 bis 1998 eine rot-grüne Minderheitsregierung und regierte von 1998 bis 2002 allein mit der SPD jeweils unter Tolerierung der damaligen PDS (heute Die Linke). Dieses sogenannte Magdeburger Modell war die erste Zusammenarbeit einer demokratischen legitimierten Landesregierung in Deutschland mit der SED-Nachfolgepartei.

Höppners Regierungszeit fiel in eine Zeit gewaltiger Umbrüche in Sachsen-Anhalt mit hoher Arbeitslosigkeit, was vor allem der Regierung angelastet wurde. 2002 endete Höppners Tolerierungsmodell, es folgte eine schwarz-gelbe Regierung unter Führung von Wolfgang Böhmer (CDU). Höppner zog sich anschließend aus der Politik zurück und trat nur noch einmal als Präsident des Evangelischen Kirchentages 2007.

she/DPA DPA

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