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stern-RTL-Wahltrend: Sehr viele Nichtwähler und Unentschlossene

30 Prozent der Bundesbürger wissen nicht, ob und was sie wählen sollen. Und 10 Prozent derer, die wählen wollen, entscheiden sich für Kleinparteien. Alle Zahlen, alle Fakten.

Mit einem Zugewinn von 1 Punkt kann sich die Union im Vergleich zur Vorwoche auf 40 Prozent verbessern, während der Koalitionspartner FDP bei 4 Prozent verharrt. Im aktuellen stern-RTL-Wahltrend verlieren sowohl die SPD als auch die Grünen 1 Punkt. Die Sozialdemokraten liegen bei 23, die Grünen bei 14 Prozent. Im Oppositionslager hat nur die Linke 1 Punkt gewonnen und erreicht 9 Prozent.

Der Anteil der Splitterparteien mit den Piraten (3 Prozent) und der Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" (2 Prozent) ist mit insgesamt 10 Prozent weiter auf einem hohen Niveau. Um 3 Punkte gestiegen ist der Anteil der Unentschlossenen und Nichtwähler; sie machen inzwischen 30 Prozent aus.

Nur Rituale auf Parteitagen

Somit haben 40 Prozent der Befragten den etablierten Parteien den Rücken gekehrt. "Daran haben die jüngsten Parteitage nichts geändert", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem stern. "Während dort früher über Themen, die die Menschen bewegten, debattiert wurde, laufen dort heute nur noch Rituale ab."

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte zwischen dem 6. und 10. Mai 2013 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

jr/lk
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