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Studie belegt: Bundestag vertritt nur die Hälfte der Wahlberechtigten

Millionen Nichtwähler und die Fünf-Prozent-Hürde machen es möglich: Der Bundestag repräsentiert nur noch rund 56 Prozent der Wahlberechtigten.

Die neu gewählten Abgeordneten des #link;http://www.bundestag.de/;Deutschen Bundestages# repräsentieren einer Studie zufolge nur gut die Hälfte aller Wahlberechtigten (55,8 Prozent). Als Grund nannte die Bertelsmann-Stiftung in der am Donnerstag veröffentlichten Studie die niedrige Wahlbeteiligung und die Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug der Parteien ins Parlament.

"Aus der drastisch schrumpfenden Repräsentanz ergeben sich aus Sicht vieler Wähler ernsthafte Legitimitätsverluste des Parlaments", sagt Robert Vehrkamp, Demokratie-Experte der Bertelsmann Stiftung, in der Mitteilung. Fast jeder Dritte beurteilt der Studie zufolge Wahlergebnisse mit geringer Wahlbeteiligung als undemokratischer. Eine große Mehrheit (79 Prozent) sprach sich allerdings gegen eine Wahlpflicht aus. Die Meinungsforscher des Allensbach-Instituts für Demoskopie hatten im Auftrag der Stiftung Wahlberechtigte befragt.

Die Wahlbeteiligung hatte am 22. September mit 71,5 Prozent auf dem zweitniedrigsten Niveau seit Gründung der Bundesrepublik gelegen. Nur 2009 war das Interesse der Wähler mit 70,8 Prozent noch geringer.

DPA / DPA
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