Die SPD kommt nicht aus dem Tief. Die Partei stecke gleich doppelt in der Klemme, glaubt der Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke. Er sieht für ihre Zukunft nur zwei Optionen.
Nach dem Sieg über Frankreich 1870/71 und der Reichsgründung fordert Kaiser Wilhelm II. vor Selbstbewusstsein strotzend einen Platz an der Sonne. Die Spannungen steigen, Konflikte spitzen sich, der große Krieg bricht aus. Er wird die Welt für immer verändern.
Der SPD-Parteitag ist am Ende – die SPD ist es noch nicht. Jedenfalls noch nicht ganz. Zeit, kurz zu sortieren, wer in den letzten drei Tagen vom und im Überlebenskampf der Partei profitiert hat und wer nicht.
Der Anfang ist gemacht. Das Ende naht. Die SPD hat mit Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans ein neues Spitzenduo. Für die Groko ist das keine ermutigende Nachricht. Sie steht ab sofort schwer auf der Kippe.