Willy Brandt

Mit dem Satz "Mehr Demokratie wagen" aus seiner Regierungserklärung ist Willy Brandt in die Geschichte eingegangen. Als Herbert Frahm geboren, ging Brandt nach der Machtergreifung Hitlers in den Unte...

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FDP-Vize Kubicki

Kubicki will bei Wahl-Niederlage "aufs politische Altenteil" gehen

FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat im Fall seiner Niederlage bei der Wahl zum Parteivorsitz seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. "Sollte die Partei mich nicht wählen, akzeptiere ich das", sagte Kubicki im t-online-Podcast "Tagesanbruch – die Diskussion" (Samstagsausgabe). "Dann gehe ich tatsächlich auch mal aufs politische Altenteil, trinke mein Glas Wein und gucke mir die Entwicklung der Partei dann in Ruhe weiter an."

Mit dem Satz "Mehr Demokratie wagen" aus seiner Regierungserklärung ist Willy Brandt in die Geschichte eingegangen. Als Herbert Frahm geboren, ging Brandt nach der Machtergreifung Hitlers in den Untergrund nach Oslo und gab sich selbst den Kampfnamen Willy Brandt, den er nicht wieder ablegte. In Oslo war er als regimekritischer Journalist tätig und wurde in Folge dessen 1938 von den Nationalsozialisten ausgebürgert. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war Brandt SPD-Abgeordneter im ersten deutschen Bundestag und 1969 erster sozialdemokratischer Bundeskanzler der Bundesrepublik. Willy Brandt betrieb eine Politik der Aussöhnung mit den östlichen Nachbarn. Nicht unumstritten war sein Kniefall von Warschau 1970 bei der Kranzniederlegung am "Ehrenmal der Helden des Ghettos". International indes fand diese Geste große Anerkennung, was Brandt 1972 den Friedensnobelpreis einbrachte. 1974 trat Willy Brandt wegen der "Guillaume-Affäre" zurück. Günther Guillaume war ein DDR-Spion, der in den engsten Kreis von Willy Brandt vordringen konnte. Auch nach seinem Rücktritt engagierte sich Brandt weiterhin für Frieden und Menschenrechte. Er starb 1992 in der Nähe von Bonn.