Tödliches Briefbomben-Attentat in Athen Polizei kritisiert laxe Sicherheitsvorkehrungen


Eine als Geschenk getarnte Bombe hat dem Sicherheitschef des griechischen Zivilschutzministers das Leben gekostet. Nach dem tödlichen Attentat hat ein Polizeisprecher nun die mangelnde Sicherheitsvorkehrungen kritisiert.

Nach dem tödlichen Briefbomben-Attentat auf das griechische Ministerium für Zivilschutz hat ein Polizeisprecher mangelnde Sicherheitsvorkehrungen kritisiert. Die Sicherheitskräfte am Eingang des Ministeriums hätten "fahrlässig" gehandelt, sagte Thanassis Kokkalakis am Freitag in Athen. Aus Polizeikreisen hieß es, es gebe am Eingang zwei Sicherheitskontrollen für Besucher. In dem Gebäude ist auch der Hauptsitz der nationalen Polizei.

Unterdessen begann die Polizei mit den Ermittlungen. Es werde bisher aber keine spezielle Gruppe verdächtigt, sagte ein Sprecher. Die Ermittlungen würden von der Anti-Terror-Einheit geführt. Bei dem Anschlag im Ministerium für Zivilschutz in Athen war am Donnerstag Georgios Vassilakis, der Sicherheitschef des Zivilschutzministers Michalis Chryssohoidis, getötet worden. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Griechenland wird seit Monaten von Bombenattentaten militanter Linker erschüttert. Die Unruhen hatten begonnen, nachdem ein Polizist im Jahr 2008 einen Teenager erschossen hatte. Minister Chrysohoidis hatte den Kampf gegen den Terror und die Athener Stadtguerilla zur wichtigsten Aufgabe gemacht.

Reuters/DPA DPA Reuters

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker