VG-Wort Pixel

Vorfall in Afghanistan Staatsanwalt ermittelt gegen Bundeswehrsoldaten


Der Stabsfeldwebel, der einen Kameraden in Afghanistan mit der Waffe bedroht haben soll, muss womöglich mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Laut einem Zeitungsbericht ermittelt die Staatsanwaltschaft. Der Soldat muss nach Deutschland zurückkehren.

Der Bundeswehrsoldat, der vor einer Woche einen Kameraden in Nordafghanistan mit der Waffe bedroht haben soll, kehrt nach Deutschland zurück und muss sich einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft stellen. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf das Verteidigungsministerium und die Staatsanwaltschaft Kempten.

Der Soldat vom Gebirgsjägerbataillon 232 in Bischofswiesen werde "repatriiert", sagte ein Ministeriumssprecher. Das sei in solchen Fällen ein normaler Vorgang. Über weitere Disziplinarmaßnahmen sei noch nicht entschieden.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kempten erklärte, gegen den Mann werde nach einer Anzeige der Bundeswehr ermittelt wegen des Verdachts auf Bedrohung. Er müsse nach Paragraph 241 Strafgesetzbuch mit einem Jahr Freiheitsentzug oder einer Geldstrafe rechnen.

Der Fall war am Montag bekannt geworden. Nach Bundeswehrangaben hatte der Soldat am Freitag vor einer Woche im Bereich des Bundeswehrlagers Masar-i-Scharif bei einer "verbalen Auseinandersetzung" einen anderen Soldaten mit der Waffe bedroht. Nach Angaben aus Verteidigungskreisen soll der Soldat ihm eine Pistole an den Kopf gehalten haben.

Der Vorfall hatte auch deshalb für Aufsehen gesorgt, weil Mitte Dezember bei einem Zwischenfall in Afghanistan ein Bundeswehrsoldat ums Leben gekommen war - Verteidigungskreisen zufolge in der gleichen Einheit.

kng/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker