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Wahlkampftermin gestürmt: Verletzte bei "Alternative für Deutschland"-Veranstaltung

Bei einer Wahlveranstaltung der "Alternative für Deutschland" in Bremen hat es Verletzte gegeben. Autonome haben Menschen geschubst und Reizgas versprüht.

Eine Wahlkampfveranstaltung der Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) ist von Autonomen gestürmt worden. Sechs bis sieben Vermummte haben die Veranstaltung auf der Waldbühne im Bremer Bürgerpark gestürmt. Das bestätigte die Bremer Polizei gegenüber stern.de.

Mindestens einer der Störer sei mit einem Messer bewaffnet gewesen. Ein Helfer sei durch einen Messerstich an der Hand verletzt worden. Zudem hätten die Vermummten, die laut AfD vermutlich dem linksautonomen Lager zuzurechnen seien, Reizgas versprüht. Rund ein Dutzend Menschen hätten Atemprobleme gehabt. AfD-Chef Bernd Lucke, der zum Zeitpunkt des Angriffs gerade eine Rede hielt, sei zu Boden gestoßen worden. Alle Verletzten seien ambulant vor Ort versorgt worden. Ins Krankenhaus musste niemand, so eine Polizeisprecherin.

Die Angreifer seien anschließend geflüchtet. Die Polizei habe bisher drei der Personen festnehmen können.

Schon am Freitag hatte es heftige Proteste gegen Wahlkampfauftritte der AfD in Bremen gegeben. Unter anderem besetzten Gegendemonstranten einen Kundgebungsort. Außerdem wurden Farbbeutel und Lebensmittel geworfen.

Reuters/sal / Reuters