Wolfgang Tiefensee Wohngeld soll deutlich steigen

Mitten im Wahlkampf kündigt Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee an, das Wohngeld erhöhen zu wollen. Die Miet- und Heizkosten seien in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen, das Wohngeld aber 2001 nicht mehr, so der SPD-Politiker. Das solle nun geändert werden.

Im Kampf gegen zunehmende Armut plant Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee eine deutliche Erhöhung des Wohngelds. "Wir müssen Erwerbstätigen, die zu wenig verdienen, und Rentnern, die mit Armut im Alter kämpfen, mehr zukommen lassen", sagte der SPD-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". Er werde sich daher im Schulterschluss mit dem Bundesfinanzminister, dem Arbeitsminister und der SPD-Fraktion für eine deutliche Verbesserung beim Wohngeld einsetzen.

Tiefensee sagte, während die Miet- und vor allem die Heizkosten in den letzten Jahren drastisch gestiegen seien, sei das Wohngeld seit 2001 nicht mehr erhöht worden. "Diese unhaltbare Situation wollen wir beenden", so der Minister. Deshalb müsse die Erhöhung auch für jeden Wohngeld-Bezieher wirklich spürbar sein.

Tiefensee wird bei seinen Plänen nach eigenem Bekunden von der SPD-Bundestagsfraktion unterstützt. Ob auch die Länder das Vorhaben mittragen, gilt als offen. Sie teilen sich die Aufwendungen für das Wohngeld mit dem Bund. Der Bauminister wollte sich noch nicht zu den Gesamtkosten seines Reformvorschlags äußern, dem Bericht zufolge könnten sie aber bei mehreren hundert Millionen Euro liegen. "Ich hoffe auf ein positives Herangehen der Länder», sagte Tiefensee. Erst nach diesen Verhandlungen werde der Umfang der Erhöhung für den einzelnen Bedürftigen feststehen.

DPA DPA

Mehr zum Thema

Newsticker