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"Chicken Don": Was ein gigantisches aufblasbares Huhn mit Trump-Frisur hinter dem Weißen Haus zu suchen hat

Ein neun Meter großes Huhn mit Trump-Frisur bot in dieser Woche unmittelbar hinter dem Weißen Haus einen ungewöhnlichen Anblick. Der aufblasbare Vogel war Zeichen eines kreativen Protests.

Besucher und Journalisten dürften am Mittwoch recht erstaunt über den unübersehbaren "Gast" gewesen sein, der sich im Park "The Ellipse" südlich des Weißen Hauses niedergelassen hatte: ein neun Meter hohes aufblasbares Huhn. Die Frisur des Vogels hatte wiederum eine deutliche Ähnlichkeit mit der von US-Präsident Donald Trump

Aufgestellt hatte den Ballon, der an dem Tag beliebtes Film- und Fotomotiv war, der Dokumentarfilmer Taran Singh Brar. Brar wollte damit gegen die seiner Ansicht nach ängstliche Politik des Präsidenten protestieren. "Chicken" ist im Englischen ein gebräuchlicher Begriff für einen Feigling. Die "Huffington Post" zitiert Brar mit den Worten: "Er (Trump, die Red.) ist zu ängstlich, um seine Steuerrückzahlungen zu veröffentlichen, zu ängstlich, um Wladimir Putin die Stirn zu bieten". Darüber hinaus liefere sich der Präsident einen unnötigen Wettkampf mit Nordkorea darüber, wer zuerst den Schwanz einzieht (sinngemäß im Englischen: "to play chicken"). 

"Chicken Don" protestierte bereits im April gegen Trump

Der Auftritt am Mittwoch war indes nicht der erste von "Chicken Don", wie die Figur benannt wurde. Im April tauchte sie bereits beim "Tax March" auf, einer landesweiten Protestaktion. 

Laut "New York Times" wurde die Figur übrigens ursprünglich für das chinesische "Jahr des Feuer-Hahns" entworfen. Ob sich der Schöpfer von Trump hat inspirieren lassen, ist nicht überliefert.

Der Ballon ist in verschiedenen Ausführungen recht einfach im Internet zu bestellen. Brar hat für seinen "Chicken Don", der unter @ChickenDonnyBoy auch einen eigenen Twitter-Account hat, nach eigener Aussage 1300 US-Dollar bezahlt. 

Für die Aktion hinter dem Weißen Haus holte sich der Filmemacher übrigens die erforderlichen Genehmigungen bei der Stadt ein. Selbst wenn Trump - der ohnehin im Urlaub weilt - die Aktion in seiner Nachbarschaft also nicht gepasst haben sollte - machen konnte er nichts dagegen.

rös