Birthler-Behörde DDR-Schießbefehl hängt schon im Museum


Peinlich für die Birthler-Behörde: Der als Sensationsfund gepriesene Stasi-Schießbefehl ist fast wortgleich in einem anderen Dokument nachzulesen - das schon längst gerahmt und für jederman sichtbar im Museum hängt.

Der jüngst in Magdeburg aufgetauchte Stasi- Schießbefehl ist nach einem "Spiegel"-Bericht nahezu identisch mit einem Ausstellungsstück im Berliner Informations- und Dokumentationszentrum der Birthler-Behörde. Das in Berlin gezeigte Dokument aus der Akte eines Stasi-Spitzels bei den DDR-Grenztruppen gleiche dem Magdeburger Fund stellenweise bis ins Detail, berichtet das Nachrichtenmagazin.

"Zögern Sie nicht mit der Anwendung der Schusswaffe", heißt es in dem gerahmten und kommentierten Museums- Exponat - "auch dann nicht, wenn die Grenzdurchbrüche mit Frauen und Kindern erfolgen, was sich die Verräter schon oft zu Nutze gemacht haben".

Die Chefin der Stasi-Unterlagenbehörde, Marianne Birthler, hatte das Magdeburger Dokument zunächst als neu bezeichnet. Später entschuldigte sie sich für diesen "ärgerlichen" Bewertungsfehler und sprach von einer "internen Kommunikationspanne". Schießbefehle der Stasi sind inzwischen auch in Chemnitz und Schwerin aufgetaucht

DPA DPA

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