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Sayn-Wittgenstein Zu rechts für die AfD: Auch diese Politiker mussten die Partei bereits unfreiwillig verlassen

Doris von Sayn-Wittgenstein wird "wegen parteischädigendem Verhalten" aus der AfD ausgeschlossen.


Auch ihren Posten als Landesvorsitzende in Schleswig-Holstein muss die 64-Jährige räumen.


Das Bundesschiedsgericht der AfD kommt damit der Forderung des Bundesvorstands nach, der den Parteiausschluss schon länger gefordert hat.


Der Politikerin mit Adelstitel wird unter anderem vorgeworfen, Fördermitglied in einem Holocaust-leugnenden Verein gewesen zu sein, der vom thüringischen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird.


 Auch andere Politiker der "Alternative für Deutschland" mussten die Partei bereits verlassen.


Mitte Juni wird Lars Steinke, früherer Vorsitzender der Jungen Alternative aus der AfD ausgeschlossen. In einem nicht-öffentlichen Facebook-Eintrag hatte er den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg als Verräter bezeichnet.


In Hamburg fliegt Ludwig Flocken wegen einer Beleidigung an Bundeskanzlerin Angela Merkel aus der Bürgerschaft. Anfang Februar 2019 wird er offiziell aus der Partei ausgeschlossen.


Auch gegen Thüringens Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke wird Anfang 2017 ein Parteiausschlussverfahren angestrengt, das im Mai 2018 allerdings wieder aufgehoben wird. 


Der Ausschluss von Sayn-Wittgenstein ist ein Sieg für den gemäßigten Teil der AfD, der sich öffentlich von rechtsextremen Gedankengut distanzieren will.


Sayn-Wittgenstein gehört genau wie Höcke zum rechten Flügel der Partei.


Laut Tagesschau hat ihr Ausschluss kurz vor der Landtagswahl in Sachsen und Brandenburg zu Unmut zwischen dem rechten und dem gemäßigten Flügel der AfD geführt. 


In internen Chatgruppen tobe die Diskussion, ob potenzielle Wähler sich durch die Entscheidung von der AfD abwenden könnten. 


Sayn-Wittgenstein will sich juristisch gegen den Ausschluss wehren.
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Doris Fürstin von Sayn-Wittgenstein ist aus der AfD ausgeschlossen worden. Damit steht die einstige Landesvorsitzende in Schleswig-Holstein jedoch nicht allein da. Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen und Brandenburg führt der Rauswurf zu Unmut zwischen dem rechten und dem gemäßigten Flügel der AfD.

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