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Ostsee: Bombendrohung: Fähren auf der Vogelfluglinie werden durchsucht

Nach einer Bombendrohung liegt die Fähre "Schleswig-Holstein" auf der Ostsee vor Fehmarn. Die Wasserschutzpolizei ist im Einsatz, Bombenspürhunde sind angefordert.

Nach der Bombendrohung liegt die Fähre "Schleswig-Holstein" auf der Ostsee vor Fehmarn (Archivbild)

Nach der Bombendrohung liegt die Fähre "Schleswig-Holstein" auf der Ostsee vor Fehmarn (Archivbild)

Die Reederei "Scandlines" hat am Mittag den Fährbetrieb auf der sogenannten Vogelfluglinie zwischen der deutschen Ostseeinsel Fehmarn und dem Hafen Rødby auf dänischer Seite vorübergehend komplett eingestellt.

Als Grund nannte das Unternehmen eine konkrete Drohung. Dabei handelt es sich laut Polizei Lübeck um einen Anruf in Dänemark, in dem eine Bombenexplosionen auf einem der Fährschiffe angekündigt wurde. Nach Angaben der dänischen Polizei war auch der Schiffsverkehr zwischen Rostock und Gedser eingestellt. Inzwischen fahren laut "Scandlines" die Schiffe wieder auf beiden Verbindungen, wenn auch unregelmäßig. Zuvor sind erste Fähren von der dänischen Polizei durchsucht worden.

Bombendrohung legt Fährverkehr weitgehend lahm

Die Fähre "Schleswig-Holstein" war zum Zeitpunkt der Drohung mit Fahrgästen auf See und wurde durch die deutsche Wasserschutzpolizei auf dem Weg in Richtung Fehmarn begleitet. Sie befindet sich laut Schiffsortungsdienst "MarineTraffic.com" jetzt etwa vier Kilometer vor der Ostseeinsel. Polizeieinheiten und Bombenspürhunde sind auf dem Weg nach Fehmarn, um die "Schleswig-Holstein" zu durchsuchen. Wann das rund 140 Meter lange Schiff in den Hafen von Puttgarden einlaufen kann, steht noch nicht fest.

Die Fähre fasst rund 1.200 Passagiere und über 250 Autos. Zudem transportiert sie auch regelmäßig Eurocity- und ICE-Triebzüge. Wie viele Menschen zurzeit an Bord sind, ist nicht bekannt. 

In Hafen von Puttgarden liegen außerdem die Fährschiffe "Kronprinz Frederick" und "Prinz Richard". Auch sie sollen von der Polizei durchsucht werden.

Vor Fehmarn kreuzen Polizeiboote

Wie ernst zu nehmen die Bombendrohung ist, ist zurzeit noch unklar. Die Wasserschutzpolizei in Lübeck berät gemeinsam mit den dänischen Kollegen das weitere Vorgehen. Vor Fehmarn kreuzen Boote der Küstenwache. 

Die Reederei "Scandlines" betreibt neben den beiden Verbindungen zwischen Deutschland unserem nördlichen Nachbarn noch weitere Fähren zwischen Dänemark und Schweden und befördert nach eigenen Angaben 15 Millionen Passagiere im Jahr. Die Fahrt über den etwa 18 Kilometer breiten Fehmarnbelt dauert etwa 45 Minuten.


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