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Flugverbot nach Rückruf: Bestimmte Macbook-Pro-Modelle dürfen nicht mehr ins Flugzeug – was Passagiere jetzt wissen sollten

Einige, ältere Macbook-Pro-Modelle dürfen in den USA auf Anweisung der nationalen Flugsicherheitsbehörde FAA nicht mehr mit in den Flieger. Grund dafür ist eine potenzielle Brandgefahr, die von defekten Akkus ausgeht. Auch in Europa weiß man von dem Problem.

Macbook Pro - US-Flugzeuge - Verbot - Brandgefahr

Die beleuchtete Tastatur eines Macbook-Pro-Modells

Picture Alliance

Knapp zwei Monate ist es her, dass Apple Besitzer älterer Macbook-Pro-Modelle (15 Zoll) in einer Pressemitteilung davor warnte, dass die Akkus der vornehmlich zwischen September 2015 und November 2017 verkauften Notebooks "überhitzen und dadurch ein Brandrisiko darstellen" könnten. Betroffenen Kunden empfahl und bot der US-Konzern damals einen kostenlosen Austausch der Batterien an. 

Dass eine Reparatur nicht nur aus Sicherheitsgründen sinnvoll ist, stellte nun auch die US-Flugsicherheitsbehörde FAA (Federal Aviation Administration) in einem Schreiben klar, über das zunächst das Medienunternehmen "Bloomberg" berichtete. Demnach hat die FAA die wichtigsten Fluggesellschaften der USA angewiesen, die brandgefährdeten Macbooks nicht mehr an Bord zu nehmen. Grundlage des Mitnahme-Verbots ist eine 2016 herausgegebene Sicherheitsanweisung bezüglich Geräten, deren Akkus von einem Rückruf betroffen sind. Darin heißt es, dass entsprechende Produkte weder als Aufgabe- noch als Teil des Handgepäcks mitgenommen werden dürfen.

USA verbietet die Geräte an Bord, Europa warnt nur vor ihnen

Laut "Bloomberg" sollen die Fluggesellschaften Tui Group Airlines, Thomas Cook Airlines, Air Italy und Air Transat ihre Mitarbeiter bereits über das Verbot informiert haben und dieses auch schon umsetzen. Die Passagiere würden neben entsprechenden Angaben auf der Homepage auch am Gate sowie ein weiteres Mal vor dem Abflug in Kenntnis gesetzt, sagte ein Tui-Sprecher gegenüber "Bloomberg". Notebooks, deren Batterien ausgetauscht wurden, dürften hingegen ganz normal mit in den Flieger.

In Europa warnte auch die EU-Flugaufsichtsbehörde EASA (European Union Aviation Safety Agency) Fluggesellschaften vor der potenziellen Gefahr der zurückgerufenen Macbook-Pro-Modelle. Anders als die Kollegen in den USA schrieb die EASA in ihrem Anfang August veröffentlichten Warnhinweis hingegen nur, dass die betroffenen Geräte beim Flug ausgeschaltet bleiben müssten und nicht verwendet oder geladen werden dürften. Ein generelles Verbot sprach die Behörde nicht aus.

So finden Sie heraus, ob Ihr Macbook Pro betroffen ist

Wer über ein älteres Macbook-Pro-Modell verfügt, sollte bei einem geplanten US-Flug also unbedingt überprüfen, ob das eigene Modell vom Rückruf betroffen ist. Dafür muss am oberen Bildschirmrand die Funktion "Über diesen Mac" angewählt werden. Sollte es ich um ein Macbook Pro (Retina, 15 Zoll, Mitte 2015) handeln, muss anschließend nur noch die Seriennummer des Geräts in ein entsprechendes Feld (hier der dafür notwendige Link) eingegeben werden, um zu erfahren, ob das eigene Produkt für den Akku-Austausch qualifiziert ist. Sollte dies der Fall sein, empfiehlt Apple dringend, das Gerät nach der Vornahme eines Backups nicht mehr zu benutzen.

Für den eigentlich Austausch können Kunden entweder einen Apple Service Provider suchen oder aber gleich einen Termin in einem Apple Store vereinbaren. Für die Servicearbeiten sollten zwei bis drei Wochen eingeplant werden, hieß es im Juni.

Allein in den USA sollen laut "Bloomberg" mehr als 430.000 Modelle von dem Rückruf betroffen sein, in Kanada seien es rund 26.000 Geräte. Für Europa lagen demnach kleine genauen Zahlen vor.

Quellen: "Bloomberg" / European Union Aviation Safety Agency (EASA) / Apple

mod

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